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2021-4
Chinas Welt? – Zwischen Konflikt und Kooperation

Aktueller Beitrag

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David Scheuing

Hagen Berndt, Leiter des Kompetenzzentrums für Kommunale Konfliktberatung in Salzwedel, ist am 17.11.2021 überraschend verstorben. Als Mitinitiator des Zivilen Friedensdienstes, langjähriger Geschäftsführer der KURVE Wustrow e.V. und als einer der zentralen Akteure in der Schaffung der Strukturen der Kommunalen Konfliktberatung hat er für die Friedensarbeit in Deutschland viele wichtige Projekte vorangebracht und diese verankert. In W&F 4/2021 erscheint posthum ein Text von ihm und seiner Kollegin.
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2021-4 Chinas Welt? – Zwischen Konflikt und Kooperation

Rasant formiert sich ein neues »Feindbild China«: Das Land wird als wirtschaftlicher, ideologischer und militärischer Rivale betrachtet. Im aufgepeitschten Diskursklima fällt eine Lagebeurteilung schwer. Die Autor*innen im Heft mahnen die kritische Betrachtung der Entwicklungen Chinas unter Wahrung eines Maßstabs der Verhältnismäßigkeit an. Dadurch bietet das Heft wichtige Einblicke u.a. in die Gestaltungsspielräume der Zivilgesellschaft, die aktuelle Militärpolitik des Landes oder sozioökonomischen Konflikte rund um Klima- und Stadtpolitik. Auch der zögerlich-ambivalente Umgang der EU mit China wird analysiert. Gerade bei den schrillen Tönen, mit denen die Militarisierung des Indopazifik durch immer neue Militärpakte und Abkommen voranschreitet, ist die Ruhe der Analyse zu diesem Thema eine wohltuende Alternative.

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Dossier 93

Künstliche Intelligenz zieht in den Krieg

 Künstliche Intelligenz zieht in den Krieg

Mit der Beauftragung des neuartigen Luftkriegssystems FCAS ist sie mitten in die Öffentlichkeit gerückt: die Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) in der Kriegsführung. Doch was bedeutet das und wie ist KI heute schon Bestandteil vieler gewaltvoller Unternehmungen – von Kriegsführung bis alltäglicher Massenüberwachung? Das Dossier unternimmt sowohl eine genauere Bestimmung des Gegenstands als auch eine eindrückliche Schilderung aktueller Entwicklungen und Projekte. Das Fazit: KI ist allgegenwärtig und wird vielfach verwendet – diese sehr reale Gefahr der Anwendungen wird allerdings gerne unterschätzt, angesichts dystopisch wirkender Visionen von eigenmächtig kriegerisch handelnder KI.

Mit Texten von Hans-Jörg Kreowski, Aaron Lye, Thomas Reinhold, Elke Schwarz, Christoph Marischka und Marius Pletsch

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Gastkommentar

zum Artikel Rot, gelb oder grün für Frieden?

Ginger Schmitz
Gastkommentar

Als Mitte Oktober die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP begannen, waren die Erwartungen hoch. Nach Jahren gefühlter friedenspolitischer Stagnation erhofften sich viele, dass Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung nun endlich wieder aus ihrem Nischendasein herausgeholt werden würden. Besonders die am Aufbau der heutigen friedenspolitischen Infrastruktur beteiligten Parteien der rot-grünen Bundesregierung von 1998 standen dabei unter Beobachtung, bezeichnen sie sich doch selbst, im Fall der SPD, als Friedenspartei oder haben, im Fall der Grünen, das friedenspolitisch weitreichendste Programm vorgelegt. In beiden Wahlkampfprogrammen finden sich mit der Entwicklung Ziviler Planziele für die Leitlinien »Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern« und mit der Einführung einer »Friedensverträglichkeitsprüfung« Vorschläge, die grundlegendere friedenspolitische Veränderungen ermöglichen könnten.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Alte Klischees neu konfiguriert

Die Konstruktion Chinas als Bedrohung

Mechthild Leutner

Das Bild eines für die Welt bedrohlichen Chinas ist alt und voller rassistischer Konnotationen. Es entfaltet seine Wirkung vornehmlich im Zusammenhang mit globalstrategischen Überlegungen und dient der Legitimation von Konfrontation und Aufrüstung. Seit den 2000er Jahren wird ein »neues« Bedrohungsszenario entwickelt – mindestens auf drei Ebenen: China gilt als ökonomische, politisch-ideologische und militärische Bedrohung. Der Beitrag versucht die Entwicklung und die Konsequenzen dieses Narrativs nachzuzeichnen.

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zum Artikel Gemeinsame Ziele?

Die Europäische Union und ihr Umgang mit China

Andreas Seifert

Das Wort »Einigkeit« kommt nicht in den Sinn, wenn es in der EU um China geht – selbst die Bezeichnung »unterschiedliche Positionen« wäre schon eine diplomatische Formel. Im Umgang der EU mit der Volksrepublik (VR) China stehen selbst geübte Rhetoriker*innen vor der Herausforderung, die weit auseinander liegenden Ansichten noch geschmeidig auf eine glaubhafte Position zu bringen. Der Artikel betrachtet die Herausforderungen im europäischen Umgang mit China und hält fest: Eine EU, die ihre eigenen Differenzen nicht überwinden kann, wird sowohl an der Gestaltung eines positiven Verhältnisses zu China, wie zum Rest der Welt, scheitern.

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zum Artikel Mare Nostrum

Die Konflikte um das Südchinesische Meer

Uwe Hoering

Auch wenn Chinas Ansprüche auf große Teile der südostasiatischen Gewässer historisch und rechtlich auf wackligen Beinen stehen, verschärft die aktuelle US-amerika­nische Politik die nationalistische Haltung Beijings und trägt dazu bei, die Konfrontation und Militarisierung hochzuschaukeln. Insbesondere die kleineren Länder, die stets versucht haben, die Region aus Großmachtkonflikten herauszuhalten, werden gezwungen, sich für eine Seite zu entscheiden. Damit wird ein Forum für eine regionale Beilegung der Konflikte geschwächt.

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Redaktion und Vorstand von W&F bedanken sich bei der Deutschen Stiftung Friedensforschung,
deren Förderung 2007 diese Internetpräsentation von Wissenschaft & Frieden ermöglicht hat

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Unser Dank gilt der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die 2009 die Überarbeitung dieser Internetseiten förderte