in Wissenschaft & Frieden 2010-3: Afghanistan: Krieg ohne Ende, Seite 34–36

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Ohne die Menschen geht es nicht

Theater als Waffe des Friedens

von Hjalmar Jorge Joffre-Eichhorn

Angesichts der weiterhin problematischen Situation in Afghanistan bietet Community-based Theater ein kreatives und basisdemokratisches Mittel der zivilen Konfliktbearbeitung. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Bearbeitung sensibler Themen wie Vergangenheitsbewältigung. Ziel ist es,Orte des gelebten Friedens zu ermöglichen.

Das Land Afghanistan ist mit Sicherheit nicht für eine Theatertradition bzw. für eine Wertschätzung des Theaters bekannt. Gefördert während der Jahre sowjetischen Einflusses hatte die Schauspielerei in den Jahren des Bürgerkrieges und bei den Taliban nicht viel zu lachen und auch heute noch hat das Theater bei vielen AfghanInnen den Ruf, ein niederer Beruf zu sein, der höchstens zur Belustigung taugt, darüber hinaus aber auch gewisse Islamische Gesetze – das Abbilden des menschlichen Anlitzes – verletzt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Theateraktivitäten der letzten Jahren vor allem die Elite, oft aus dem Ausland heimgekehrte AfghanInnen, bedienten bzw. »Donor-driven« sind. Letzteres bedeutet, bestimmte Theaterprojekte werden auf Wunsch großer internationaler Geldgeber durchgeführt, die dann auch über die Köpfe der Bevölkerung hinweg entscheiden, welche Themen für die afghanische Bevölkerung wichtig sind. Im Regelfall sind das Theaterstücke mit den Schwerpunkten Demokratieerziehung, Drogenmissbrauch und Frauenrechte, die alle einen wenig pädagogischen dafür aber um so mehr belehrenden Tenor haben. So verkommt das Theater häufig zu einer reinen Propagandaveranstaltung, die zwar manchmal eine beachtliche Menschenmenge anzieht – oft gibt es trotz der verschlechterten Sicherheitslage mehrere Hundert Zuschauer, die sich amüsieren und ein wenig von ihrem von Armut und Gewalt geprägten Alltag abgelenkt werden. Das ist symbolisch für die Rolle der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan: Wenig Mitbestimmung der normalen Bevölkerung, finanzielle Fokussierung auf Themenschwerpunkte, die den Interessen der Geldgeber entsprechen und der Versuch, den afghanischen Menschen die Welt zu erklären, da ihnen diese Fähigkeit nach rund dreißig Jahren Krieg von vielen schlichtweg abgesprochen wird. Das Resultat: auch knapp neun Jahre nach Einmarsch der US-amerikanischen Truppen und dem zumindest oberflächlichem Ende der Taliban-Herrschaft ist keine grundsätzliche Verbesserung der allgemeinen Lebensverhältnisse und schon gar keine größere Liebe zu einer repräsentativen Demokratie oder einer Reduktion der Opiumproduktion festzustellen. Im Gegenteil, nach dem PR-Debakel der Präsidentschaftswahlen, den zunehmenden zivilen Opfern und den Scheinerfolgen in Bezug auf Bildung, Gesundheit und Frauenrechte ist bei vielen AfghanInnen, zumindest in der Hauptstadt Kabul, eine Demokratiemüdigkeit spürbar. Diese äußert sich immer häufiger in Frustration und Ablehnung der ausländischen Präsenz, ob militärisch oder zivil, auch wenn die Konsequenz des Wunsches, ein Verschwinden sämtlicher »Charidjis1« im Normalfall noch nicht geäußert wird.

Theater als Mittel ziviler Konfliktbearbeitung

Die Idee, mit Theater einen kleinen Beitrag zu leisten, damit in Afghanistan endlich Frieden einkehren kann, wurde geboren in der Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und der afghanischen Kulturorganisation >Foundation for Culture and Civil Society< (FCCS). Die Zusammenarbeit ist Teil einer vor einigen Jahren von der deutschen Bundesregierung begonnenen Friedensoffensive, dem Zivilen Friedensdienst (ZFD), der mittlerweile in vielen Konflikt- und Post-Konfliktländern zum Einsatz kommt und in Afghanistan besonders stark vertreten ist. DED und FCCS suchten Mitte 2006 nach einer Person, die die Themen Frieden und Theater kombinieren würde. Die spezifische Herangehensweise wurde dabei bewusst offen gelassen, weshalb für mich, als mir die Stelle angeboten wurde, die Möglichkeit bestand, den Schwerpunkt auf verschiedene partizipative und interaktive Theatermethoden wie das Theater der Unterdrückten2 oder das Playback Theater3, in Afghanistan heutzutage als »Community-based Theatre« bekannt, zu legen. Zunächst jedoch war sowohl bei FCCS als auch bei vielen potentiellen Partnern die Skepsis gegenüber der Methoden spürbar. Ein Theater, das mit ganz gewöhnlichen, in der Regel nicht lesen und schreiben könnenden Menschen arbeitet, sollte als Mittel der Konfliktbearbeitung taugen? Das war für viele EntwicklungshelferInnen und einheimische Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen kaum vorstellbar. Deshalb habe ich, ermutigt durch erste Erfolge in behutsam durchgeführten Workshops mit Frauengruppen, taubstummen Kindern sowie Heroinabhängigen, nach wenigen Monaten die professionelle Unabhängigkeit gesucht. Stück für Stück und nach unzähligen Gesprächen, Workshops und Aufführungen sind die beiden Techniken schließlich zum Herzstück friedensfördender Theaterarbeit in Afghanistan geworden. Sie haben in der Anfang 2009 von jungen afghanischen Menschenrechtsaktivisten gegründeten und später von mir trainierten Afghanistan Human Rights and Democracy Organization (AHRDO4 ) ein rein-afghanisches Zuhause gefunden, das sich in extrem kurzer Zeit auch schon überregional (so etwa auf einer Theaterkonferenz in Ruanda) einen Namen gemacht hat. Es nutzt ganz bewusst unterschiedliche partizipative Theatermethodiken, um mit verschiedenen, gesellschaftlich gesehen eher unterpriviligierten Gruppen das Theater als Waffe des Friedens und zur gesellschaftlichen Veränderung einzusetzen. AHRDO arbeitet in verschiedenen Teilen Afghanistans, hauptsächlich mit Frauen, Jugendlichen und schwerpunktmäßig Gruppen von Kriegsopfern zum Thema »Transitional Justice« (TJ), d.h. Vergangenheitsaufarbeitung. Diese Thematik stellt in Afghanistan ein Tabu dar, da viele der ehemaligen Warlords und Massenmörder, von Präsident Karzai und der internationalen Gemeinschaft umgarnt, ihre Macht erhalten konnten bzw. wieder errungen haben. Deshalb wird Strafverfolgung nicht besonders gefördert – und selbst ein Gedenken an die mindestens 1,5 Millionen Opfer in drei Jahrzehnten Krieg ist nicht unproblematisch. Im Gegenteil: Diejenigen, die sich für eine Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen in Vergangenheit und Gegenwart (inklusive ziviler Opfer in Folge von Angriffen der Nato- bzw. der afghanischen Armee) einsetzen, haben im Jahr neun nach der Scheinbefreiung von den Taliban manchmal mit gewalttätiger Verfolgung und dem bewussten Vertuschen sämtlicher Beteiligter zu rechnen. Die Folge: Viele TJ-Aktivisten werden bedroht und leben heute im Untergrund oder im Exil.

Auf der anderen Seite sind in den letzten Jahren verstärkt Opfergruppierungen gegründet worden, die sich für ein Recht auf historische Wahrheit einsetzen und Haftstrafen für die Mörder ihrer Familienangehörigen fordern. Dass die internationale Gemeinschaft sich nicht stärker für die Opfer einsetzt, ist für viele ein Zeichen internationaler Doppelmoral. Das Resultat ist ein äußerst kritisches Infrage stellen der Arbeit der internationalen Gemeinschaft, das im Jahr 2010 sehr häufig in offene Ablehnung oder Zynismus mündet. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Grund dafür, dass in Afghanistan nach wie vor kaum von Fortschritt und (demokratischer) Entwicklung die Rede sein kann. Die Menschen erwarten konkrete Resultate. Nach rund dreißig Jahren gebrochener Versprechen (von AfghanInnen wie Ausländern) ist bei vielen die Geduldsschwelle äußerst niedrig. Das Vertrauen in die Demokratie schwindet rasant.

Aus diesem Grund ist die Arbeit mit den verschiedenen partizipativen Theaterformen vielleicht doppelt wichtig. Obwohl sich dieses Werkzeug nicht leicht messbaren Erfolgen unterwerfen lässt, sind Ziele und Wirkung der Arbeit dennoch ersichtlich bzw. spürbar: Das Theater kreiert Orte physischer und emotionaler Sicherheit (Stichwort »Safe Space«), in denen Menschen verschiedener Colour (im afghanischen Fall verschiedener Ethnien sowie Männer und Frauen) in einem sicheren Raum zusammentreffen, um gemeinsam sensible Themen zu diskutieren, zu analysieren und aus der Sicht normaler BürgerInnen konkrete Veränderungsvorschläge zu entwerfen. Auch stimulieren diese Orte den freien Meinungsaustausch im Sinne real existierender Meinungsfreiheit sowie der Möglichkeit, gefördert durch die verschiedenen Theaterspiele und –übungen, neue Ideen, Gedanken und Alternativen zu denken und zu entwickeln. Selbst das einfache Zusammenkommen einer Gruppe von Menschen, um für einige Stunden den tristen und von Angst und Gefahr geprägten Lebensalltag hinter sich zu lassen, sich abzulenken, zu spielen, zu lachen und zu weinen, ist ein keinesfalls zu unterschätzender Effekt. Darüber hinaus trägt das Theater zur Gemeinschaftsbildung bei, zu besserem gegenseitigen Verständnis sowie zu neu definierten, auf Respekt basierenden, zwischenmenschlichen Beziehungen. Es fördert einen Protagonismus von unten, d.h. einen auf partizipativ- und basisdemokratischen Idealen basierenden Austausch, in dem die Analyse gesellschaftlicher Konflikte und deren potentielle Handlungsalternativen nicht länger exklusiv den traditionellen politischen Eliten überlassen wird. Im Gegenteil, normale Bürger und Bürgerinnen ermächtigen sich selbst und emanzipieren sich ein Stück weit von den Eliten, um fortan, zumindest in der Form eines theatralischen Aktivismus, eine stärkere Präsenz in der Bearbeitung ihrer Konflikte für sich zu beanspruchen. Die finale Zielsetzung besteht daher in einer stärkeren Mobilisierung der Menschen bei gleichzeitiger Demokratisierung von Debatte und Entscheidungsverfahren. Dass viele dieser Ziele und Wirkungen nur fragiler und temporärer Natur sein können, und möglicherweise außerhalb des theatralischen Raumes, in der kalten Realität von mehr als dreißig Jahren Krieg, ihre Wirkung ein wenig verlieren ist nicht auszuschließen. Deshalb muss immer wieder hervorgehoben werden, dass »Friedensbildung« natürlich ein langwieriger, notwendigerweise aus verschiedenen Ansätzen bestehender, Prozess sein muss, in dem künstlerische Werkzeuge wie das Theater (aber auch Poesie und Literatur) eine kleine, aber mit Sicherheit wertvolle Komponente darstellen.

Die Erinnerung stirbt zuletzt

Im konkreten Fall des Themas »Transitional Justice« hat die bereits erwähnte Afghanistan Human Rights and Democracy Organization, gefördert u. a. vom International Center for Transitional Justice (ICTJ), der GTZ sowie der Friedrich-Ebert Stiftung, das Theater vor allem mit drei Zielsetzungen verbunden:

Bewusstseinsbildung mit Bezug auf die inhaltlichen Komponenten von Transitional Justice, d.h. mit Hilfe auf den afghanischen Kontext bezogener (eher konventioneller) Theaterstücke, didaktischen Materials sowie Diskussionsrunden wird der afghanischen Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, sich zum Thema Vergangenheitsaufarbeitung zu informieren.

Dokumentation und Wahrheitsfindung. Verschiedene interaktive Theatermethoden und vor allem das Playback Theater werden genutzt, um einen Raum zu schaffen, in denen die zahlreichen Opfer der letzten Dekaden ihre persönlichen Geschichten erzählen und kollektiv verarbeiten können und diese Geschichten zeitgleich dokumentiert werden, um so einen partizipativen Beitrag zur Wahrheitsfindung zu leisten.

Interaktive Forum-Theaterstücke5 zum Thema Menschenrechtsverletzungen werden gemeinsam mit Opfergruppierungen sowie anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren (z.B. der unabhängigen afghanischen Menschenrechtskommission) erarbeitet und dann einem größeren, wenn auch aus Sicherheitsgründen meist geladenen, Publikum präsentiert, um gemeinsam konkrete Handlungsalternativen auszuarbeiten, diese im theatralischem Raum zu testen und dann mit Hilfe von Anwälten ein Strategiepapier auszuarbeiten, wie die afghanische Regierung, afghanische zivilgesellschaftliche Organisationen sowie die internationale Gemeinschaft das Thema konkret angehen sollen.

Es geht bei diesen drei Theater-Aktivitäten also gewissermaßen um eine direkte Auseinandersetzung mit Vergangenheit (Dokumentation/Wahrheitsfindung), Gegenwart (Was beinhaltet Transitional Justice?) und Zukunft (Welche konkreten Aktionen sind notwendig, um die Themen Krieg und Verletzung des Völkerrechts positiv und vor allem gerecht zu gestalten). All dies immer mit der Grundprämisse, dass die afghanische Bevölkerung ein Recht darauf hat, gehört zu werden und bewusst mitzuentscheiden, wie das Thema dreißig Jahre Krieg angegangen werden soll. Millionen von Witwen, Waisen und andere, häufig auf sich allein gestellte und von der eigenen Familie missachtete Kriegsopfer sind in den letzten Jahrzehnten immer wieder von ihren Repräsentanten und politischen Herrschern ignoriert worden. Im Zuge der Theateraktivitäten haben einige von ihnen ihre Enttäuschung, Wut, Trauer und Ablehnung dieser Politik kundgetan. Sie haben im Theater ein Werkzeug gefunden zur Selbstermächtigung. Selbst neue Opfergruppierungen haben sich als direktes Resultat einiger Theaterworkshops sowie Theateraufführungen gegründet. Es scheint, als habe das bewusste Ansprechen von dreißig Jahren massiver Gewalt durch das Theater bei vielen ganz normalen AfghanInnen Hoffnung und Energie geweckt. Sie erkennen, dass der so unbefriedigende Status Quo keinesfalls unveränderlich ist. Die im Juni 2010 von verschiedenen afghanischen Organisationen durchgeführte »Victim’s Jirga«, ein Zusammentreffen hunderte Opfer und zivilgesellschaftlicher Akteure zum Thema Menschenrechtsverletzungen als Folge von Krieg, ist dabei besonders hervorzuheben. So ein bewusstes und vor allem öffentliches Einfordern von Gerechtigkeit und Anerkennung von Kriegsgewalt war bis vor kurzem undenkbar. Es gibt keinen Zweifel daran, dass rund 2 ½ Jahre Basistheaterarbeit zu diesem Thema einen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet hat, dass »Transitional Justice« nicht einfach von der offiziell politischen Erdoberfläche verschwunden ist, wie von vielen ehemaligen und aktuellen Straftätern gewünscht. Selbst viele internationale Geldgeber sind mittlerweile davon überzeugt, dass die Arbeit mit dem Theater in der derzeitigen, immer schwieriger und chaotischer werdenden Lage, eines der wenigen Medien ist, mit dem dieses sehr sensible und gefährliche Thema auf respektvolle und vor allem demokratische (im Sinne des Einbeziehens gewöhnlicher AfghanInnen) Art und Weise behandelt werden kann. Dies zahlt sich nun auch für AHRDO aus, da sie endlich längerfristig ihre Theateraktivitäten planen und durchführen sowie andere Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes in den unterschiedlichen Techniken trainieren kann. Damit wird nachhaltige Friedensarbeit, sollte die Lage im Land sich nicht weiter verschlechtern, zumindest eine Möglichkeit.

Ist mit dem Theater also ernsthaft Frieden zu schaffen? Wenn man bedenkt, wie viele Milliarden Euro in den letzten neun Jahren von Militär und internationaler Gemeinschaft in Afghanistan investiert wurden, um – zumindest offiziell – Demokratie und Menschenrechte zu fördern, so ist es sicherlich ein wenig verwunderlich, möglicherweise sogar befremdend, dass ein extrem kostengünstiges, unscheinbares aber zugängliches sowie realdemokratisches Medium wie das Theater bei vielen tausenden AfghanInnen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Ethnie, so positiv aufgenommen wurde.

Es ist ein Armutszeugnis für die gesamte internationale Gemeinschaft, dass innerhalb der Theateraktivitäten die Hauptkritik seitens der TeilnehmerInnen der fehlende menschliche Kontakt mit EntwicklungshelferInnen und Militärs ist. Viele der TeilnehmerInnen sehen sich als Spielball verschiedener Interessen, die mit Demokratie und Menschenrechten nur sehr wenig zu tun haben. Das Wort »Besatzung« hat das ehemals populäre »Befreiung« im Wortschatz vieler AfghanInnen verdrängt. In den Projekten wurde selbst die Gefahr sichtbar, dass die Menschen wieder selbst die Waffe in die Hand nehmen gegen diejenigen, die weiterhin Gewalt und Menschenopfer produzieren – d. h. sowohl gegen die Taliban als auch gegen regierungstreue oder internationale Kräfte. Drei Dekaden Krieg können so schnell zu vier, fünf oder zu einem immer währenden Krieg werden. Eine angst einflößende Vision, die aber nicht zur Prophezeiung werden muss. Vor allem dann nicht, wenn es endlich nach dem Willen der ganz gewöhnlichen AfghanInnen geht. Diese nämlich zeigen in sämtlichen Theateraktivitäten eine große Bereitschaft und Fähigkeit das Wort Frieden nicht nur in den Mund zu nehmen, sondern es auch real zu praktizieren, sozusagen als gelebter Frieden im theatralischen Raum. Frei nach dem Motto: Bühne frei, jetzt kommt das Volk.

Anmerkungen

1) „Ausländer“ auf Dari

2) Das Theater der Unterdrückten ist Theater der, von und für die Unterdrückten. Es ist ein System, das den Menschen die Handlung innerhalb der Fiktion des Theaters ermöglicht, um damit Protagonisten, d.h. handende Subjekte, ihrer eigenen Leben zu werden.

3) Playback-Theater ist eine besondere Form des interaktiven Theaters, in der das Publikum eingeladen ist, individuelle Momente und Erlebnisse sowie Geschichten aus dem Leben zu erzählen und eine Gruppe von SchauspielerInnen und Musiker diese aus dem Stegreif improvisieren.

4) www.ahrdo.org

5) Im Forum-Theater wird ein Konfliktsituation gemeinsam mit dem Publikum bearbeitet.

Hjalmar Jorge Joffre-Eichhorn arbeitet seit März 2007 für verschiedene Organisationen in Afghanistan. Darüber hinaus hat er mit verschiedenen partizipativen Theatermethoden in Australien, Bolivien, Deutschland, Kolumbien, Ruanda und Tadschikistan gearbeitet. Sein Buch über die Arbeit mit dem Theater in Afghanistan wird im Herbst 2010 im Ibidem-Verlag erscheinen. Mail: communitybasedtheatre@gmail.com

in Wissenschaft & Frieden 2010-3: Afghanistan: Krieg ohne Ende, Seite 34–36

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