in Wissenschaft & Frieden 2008-2: Migration und Flucht

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Hunderttausende auf der Flucht

Hintergründe der Flüchtlingsströme im Tschad

von Martin Zint

Politisch gehört der Tschad zu Westafrika, geographisch liegt er im Herzen Afrikas und seine von den Kolonialherren gezogenen Grenzen zum ostafrikanischen Sudan und zur Zentralafrikanischen Republik scheinen nur auf Landkarten zu existieren. Die dort lebenden Menschen nehmen sie kaum wahr. Bewaffnete Gruppen überschreiten sie regelmäßig in jede Richtung. Zuletzt am 29. Januar 2008 als sich im Sudan ca. 3.000 Aufständische mit über 200 Pickups auf den Weg nach N'Djaména, der Hauptstadt des Tschad, machten, um den tschadischen Präsidenten Idriss Déby zu stürzen. Die folgenden Kämpfe kosteten mehrere hundert Menschenleben, verursachten enorme Sachschäden und endeten am 3. Februar 2008, so sagen die angreifenden Aufständischen, mit dem „Sieg der französischen Truppen“. Der despotische Präsident Déby ist weiter im Amt.

„Wenn Elefanten kämpfen, dann leidet das Gras“

afrikanisches Sprichwort

Auch Déby war 1990 mit seinen Kämpfern aus dem Sudan gekommen und hatte mit Waffengewalt die Macht über den Tschad erobert. Seitdem hält er sie fest, gegen alle inneren und äußeren Widerstände. Mehr noch, er weitet seine Macht ständig aus. Zielstrebig betrieb er die Ausbeutung der nicht unbedeutenden Ölvorkommen des Tschad. Nachdem die Franzosen an der Förderung nicht interessiert schienen, bewog Déby ein Konsortium aus zwei US-amerikanischen und einer malaysischen Firma (ExxonMobil, Chevron, Petronas) vier Milliarden US Dollar zu investieren. Seit 2003 fließt Öl durch die erste Pipeline aus Zentralafrika an die den USA zugewandte Westküste Afrikas. Trotz skandalös niedriger Lizenzgebühren spülte der hohe Ölpreis im Jahr 2007 über eine Milliarde US-Dollar in die von Déby kontrollierte Staatskasse. Schon von der ersten Zahlung des Konsortiums bei Baubeginn hatte der ehemalige Hubschrauberpilot seiner Armee drei Kampfhubschrauber spendiert. Deren Wracks rosten bereits seit langem im Wüstensand. Aber Dank der Petrodollar konnten weitere Flugzeuge und andere Waffen gekauft werden. Um das Ölgeld geht es letztlich auch bei den aktuellen Angriffen auf die Regierung Déby. Politische Forderungen der Aufständischen über die Abtretung von Macht hinaus sind nicht bekannt.

Parallel zur Ölförderung versuchte Déby auch die regionale Vorherrschaft zu erringen. Im März 2003 gelang es seinem Freund Francois Boizizé durch einen Putsch die Macht in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik zu erringen. Die Vorbereitung dieses Putsches geschah in aller Ruhe auf tschadischem Territorium, von wo aus der Angriff dann auch gestartet wurde.

Auch der Nachbar im Osten sah sich mit Störmanövern aus dem Tschad konfrontiert. Idriss Déby gehört zur Volksgruppe der Zaghawa, die auf beiden Seite der Grenze Tschad/Sudan siedelt. Eine Miliz aus Angehörigen dieser Gruppe im Sudan versucht seit einigen Jahren die Unabhängigkeit des Darfur von Khartum zu erkämpfen. Der Präsident des Sudan, Ahmad al Bashir, vermutet, dass Déby seine Verwandtschaft kräftig unterstützt. Das entzweite die ehemals guten Freunde. Al Bashir nutzte bestehende Animositäten zwischen den Bevölkerungsgruppen der Region, um die ihm feindlich gesonnenen Milizen zu bekämpfen und gleich auch noch den Tschad zu destabilisieren. Von der Zentralregierung Sudans unterstützte Reitermilizen wüteten grausam unter der Zivilbevölkerung. Seit 2003 sind im Darfur 250.000 Menschen gestorben, über zwei Millionen Menschen mussten fliehen. Die Zahlen sind gigantisch, vor allem wenn man sie in Relation setzt zu der geringen Bevölkerungsdichte in der Region am Übergang von Wüste zur Savanne.

Die Lage im Osten des Tschad

Wer ins Nachbarland Tschad floh, etwa 240.000 Menschen bisher, kam vom Regen in die Traufe. Auch dort marodieren wilde Haufen Bewaffneter, die keinen Deut besser sind als die, vor denen die Menschen geflohen sind. Über die Region schreibt die hier tätige Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz): „...die natürlichen Ressourcen (sind nur) begrenzt verfügbar und teilweise erschöpft, es fehlt an Straßen, Schulen, Krankenstationen, Märkten, Wasserversorgung und anderer Infrastruktur. Der Staat trägt mit seinen Leistungen wenig zur Daseinsfürsorge bei. Die verarmte Bevölkerung selbst ist nur bedingt fähig, den sozialen und ökonomischen Wandel mit zu gestalten, geschweige denn aktiv und selbstbestimmt zu planen, zu organisieren oder gar zu finanzieren.“

Der Tschad ist ein Binnenland ohne nennenswerte Infrastruktur, wenn man mal von zwei Mobilfunknetzen absieht. Nicht einmal 1.000 Kilometer Asphaltstraße erschließen ein Staatsgebiet, das dreieinhalb Mal so groß ist wie Deutschland. Das macht die Versorgung der Flüchtlinge sehr schwierig, zumal die meisten im schwer zugänglichen Osten des Landes leben. Zu Beginn des Flüchtlingsdramas gab es Überlegungen, die Lager in anderen, besser erschlossenen Regionen anzulegen. Dieses Dilemma im Umgang mit Flüchtlingen ist bekannt. Man muss sie zunächst dort versorgen, wo sie gerade sind. Aber das birgt die Tendenz, sie dort festzuhalten, wo ihr langfristiger Aufenthalt schwierig ist. Außerdem wehren sich die Flüchtlinge gegen Maßnahmen, von denen sie meinen, sie würden ihren dauerhaften Aufenthalt vorbereiten. Als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in einem Lager Bäume pflanzen wollten, wurden sie schon 2003 von den Flüchtlingen mit Steinen beworfen und vertrieben. An Umzug ist da nicht zu denken.

Ein Großteil der Versorgung erfolgt auf dem Luftweg, in der dreimonatigen Regenzeit ist das der ausschließliche Weg zu den Lagern. Nach eigenen Angaben wurden 2007 durch die United Nations Humanitarian Air Service (UNHAS) 26.352 Passagiere für über 70 humanitäre Organisationen transportiert. 1.500 ausländische Helfer kümmern sich um die Flüchtlinge allein im Osten des Tschad. Nur wenige Organisationen setzen einheimisches Personal ein. Die katholischen Hilfsorganisationen versuchen das, denn sie verfügen über die notwendigen Kontakte im Land. Vor allem, als in der Krisenlage Anfang Februar alle ausländischen Mitarbeiter evakuiert wurden, konnten sie ihre Arbeit aufrechterhalten. Aber auch die Beschäftigung von Einheimischen stößt an Grenzen. Es gibt im Tschad viel zu wenig qualifiziertes Personal. Die Analphabeten-Quote im Tschad liegt bei über 60%.

Gegenwärtig befinden sich über 240.000 Flüchtlinge aus dem Sudan in 12 Flüchtlingslagern im Osten des Tschad. Dazu kommen 50.000 Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik in vier Lagern im Süden des Tschad. 29 Anlaufstellen haben etwa ca. 170.000 interne Vertriebene im Tschad aufgenommen.

Immerhin bekommen die Flüchtlinge im Osten unter dem Stichwort »Darfur« internationale Aufmerksamkeit. Bis Januar 2008 erbrachte der Aufruf an die Geberländer US$ 264 Millionen für die Tschad- Flüchtlingshilfe, das sind 97% der erbetenen Mittel. Das macht den Mittelaufruf zum Tschad zum weltweit erfolgreichsten in 2007. Aber während einige Bereiche sehr gut finanziert sind, fehlt es in anderen: Für Lebensmittel wurden 132% der benötigten Mittel zugesagt, 100% für Schutz und Non-Food items. Für Wasser und Gesundheitsprojekte gab es nur Zusagen von 45%, 12% für das Bildungswesen.

Ungleich schwieriger ist es, für die Flüchtlinge in anderen Regionen Mittel aufzutreiben, z.B. für die 50.000 Menschen, die aus der Zentralafrikanischen Republik in den Tschad geflohen sind und in Lagern im äußersten Süden leben. Unter anderem die deutsche Johanniter-Auslandhilfe versorgt die Menschen dort in vier Flüchtlingscamps mit lebensnotwendigen Basismaterialien. Das Projekt wird durch Mittel des Auswärtigen Amts ko-finanziert. Der UNHCR (UN Hochkommissar für Flüchtlinge) musste schon mehrfach nachdrücklich an das Schicksal dieser wenig beachteten Flüchtlinge erinnern, um wenigstens die absolut notwendigen Zusagen zu bekommen.

Für die Hilfsorganisationen ist die Kriminalität das größte Problem. Lohngelder und andere Barmittel können nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen transportiert werden, Banken gibt es in der Region nicht. Und auch die Transportmittel selber sind in Gefahr. Die Entführung von Allrad-Pickups ist an der Tagesordnung. Ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation schätzt dass allein im letzten Vierteljahr 2007 an die 200 Pickups gestohlen wurden. Im wüstenhaften Osten des Tschad, aber auch auf den belebten Straßen der Hauptstadt. Bisher durften Fahrer und Fahrgäste noch immer aussteigen.

Aber spätestens seit der Affäre um die französische Organisation Arche de Zoe - sie wollte 103 angebliche Darfur-Waisen zu Pflegeeltern nach Frankreich ausfliegen - ist das Verhältnis von Einheimischen und Flüchtlingen zum Personal der Hilfsorganisationen sehr gespannt.

In den Flüchtlingslagern funktionieren die bisherigen sozialen Strukturen nicht mehr. Die Alten verlieren an Autorität und besonders Jugendliche sehen ihre einzige Perspektive in der Kriminalität. Waffen sind leicht zu bekommen und solange man nicht selbst ihr Opfer wird, bieten sie spontanen Machtzuwachs. Latente Konflikte entlang äußerer Merkmale wie ethnische Zugehörigkeit oder Sprache gewinnen dann schnell an Bedeutung. Söldnertum stellt zunehmend ein Problem dar. Die Grenzen zwischen politischen Gruppen schwinden, wenn »Kleinunternehmer« mit einem Gewehr als einzigem Geschäftskapital für 500 Euro am Tag mal für den einen und dann wieder für einen anderen kämpfen.

Der Tschad hat ca. 10 Millionen Einwohner. Nicht wenige dieser Bürger des Tschad leben dauerhaft unter Bedingungen, die Flüchtlingen nach internationalen Standards nicht zuzumuten sind. Zudem waren sie in den vergangenen Jahren verschiedenen Krisen ausgesetzt. Heuschrecken, Trockenheit und Vogelgrippe, nichts blieb ihnen erspart und alles hatte desaströse Folgen.

Auf Anregung des UNHCR wurde im Tschad eine »Nationale Kommission zum Beistand für Vertriebene/CNCAPD« gegründet. Das Arbeitsprogramm dieser Kommission, der zahlreiche Hilfswerke angehören, klingt viel versprechend. In 2008 und 2009 soll für über 90% der Flüchtlinge Zugang zu Schulbildung organisiert werden, das Verhältnis Jungen/Mädchen soll dabei 50/50 sein. Opfer von sexueller Gewalt bekommen juristische, medizinische und psychologische Unterstützung. Jeder Flüchtling soll mindestens 15 Liter Wasser pro Tag bekommen. Generell haben nur 42% der tschadischen Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser. Jeder Flüchtling soll Zugang zur einfachen medizinischen Grundversorgung bekommen, das genießen nur 9% der tschadischen Bevölkerung. Und das ist nur ein kleiner Auszug aus einer Liste, die die Tschader zum Träumen bringen könnte. Aber sie kennen ihr Land. Öldollar in Milliardenhöhe haben die Lage des Landes noch nicht einmal ansatzweise verbessert. Im Gegenteil, seit dem Beginn der Ölförderung sank der Tschad im Human Development Index von Platz 165 im Jahr 2003 auf 171 im Jahr 2006. Auch das ambitionierte Vorhaben CNCAPD wird voraussichtlich in Korruption und Misswirtschaft versinken. Aus Kreisen der beteiligten internationalen Hilfswerke ist schon zu hören, dass es an Transparenz bei der Verteilung von Finanzmitteln fehlt und sich die konkrete Arbeit schwierig gestaltet. Die Realität vor Ort ist jedenfalls weit von den Verheißungen entfernt.

Vertreter von Hilfsorganisationen sind zunehmend besorgt über den Ernährungsstatus von Neugeborenen und Kleinkindern, besonders im Westen des Tschad, besonders in der Region Kanem. Die Ursachen dafür sind die Armut der Menschen und unzureichende Ernten der Kleinbauern.

Eine von den Vereinten Nationen und ihren Partnern im November 2007 durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass nur 40% aller lokalen Haushalte für mehr als drei Monate mit Lebensmitteln versorgt sind. Unter den Vertriebenen können dagegen 95% nicht mehr als drei Monate mit den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln auskommen. Als Gründe werden Mangel an bebaubarem Land genannt, Mangel an Saatgut und schlechte Wetterbedingungen. 2007 verteilte das Welternährungsprogramm 12.208 Tonnen Lebensmittel an mehr als 170.000 intern Vertriebene und Anwohner im östlichen Tschad.

Angesichts der schlechten Sicherheitslage und als Ergänzung der UN-Mission im sudanesischen Darfur wird gegenwärtig der Einsatz einer Truppe der EU vorbereitet. An der Operation nehmen 21 von 27 Länder der Europäischen Union teil: Frankreich, Irland, Belgien, Polen, Schweden, Österreich, Spanien, Italien, Portugal, Niederlande, Finnland, Griechenland, Slowenien, Rumänien, Ungarn, Litauen, Großbritannien, Deutschland, Tschechien, Slowakei und Zypern. Italien stellt ein Feldhospital, das in Abeché errichtet werden wird. Auch Österreich wird medizinisches Personal zur Verfügung stellen. Belgien beteiligt sich zusätzlich mit einer Transportmaschine und einem Flugzeug für Sanitätstransporte. Polen stellt zwei Transporthubschrauber für Sanitätsdienste. Frankreich liefert zusätzlich neun Transport-Hubschrauber und etwa 500 Soldatinnen und Soldaten für den Bereich Logistik.

Der EUFOR-Truppe sind laut der UNO-Resolution 1778 insbesondere folgende Aufgaben zugedacht: Schutz von Zivilpersonen, insbesondere von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen, Verbesserung der allgemeinen Sicherheitslage, um humanitäre Hilfsleistungen zu erleichtern, Schutz von Personal, Einrichtungen und Ausrüstung der UNO sowie Gewährleistung der Bewegungsfreiheit von UNO-Personal. Die zögerliche und wiederholt verschobene Stationierung einer EU Truppe im Osten des Tschad führt zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung bevor die Truppe überhaupt in Erscheinung tritt. Dazu trägt auch die unzulängliche Informationspolitik von EUFOR bei, die es versäumt, die direkt betroffene Bevölkerung über Ziele und Maßnahmen von EUFOR zu unterrichten. Der Zugang zu verlässlicher Information ist generell schwierig. Das verschärft die unsichere Lage zusätzlich. Verschiedene Rebellenbewegungen haben bereits angekündigt, die EUFOR-Truppen als Feinde anzusehen und sie zu bekämpfen.

Perspektiven

Um die Sicherheit für alle in der Region zu erhöhen, ist nach Ansicht von NRO-Vertretern vor allem eine wirksame Kontrolle der zirkulierenden Kleinwaffen sehr wichtig. Dabei könnte eine engere Verzahnung der Arbeit von humanitären Hilfsorganisationen und anderen NRO hilfreich sein. In der praktischen Zusammenarbeit vor Ort haben die Beteiligten festgestellt, dass es oft üble Folgen hat, wenn humanitäre Helfer Gemeinwesenarbeit betreiben oder Menschenrechtsorganisationen Lebensmittel verteilen. Also wenn sich die einen auf das Terrain der anderen begeben, ohne über die notwendigen Erfahrungen und Kompetenzen zu verfügen. Dabei können sich bei einer sinnvollen Abstimmung die Kompetenzen der zivilgesellschaftlichen Gruppen gut mit dem Know-how der Humanitären ergänzen. Insbesondere die im Tschad recht gut aufgestellten Menschenrechtsorganisationen oder der »Aufruf zu Frieden und Versöhnung /CSAPR«, dem 150 Organisationen der Zivilgesellschaft angehören, könnten sehr gut die Kluft zwischen der Welt der Flüchtlinge und der sie umgebenden Gesellschaft überwinden helfen. Außerdem sollten unabhängige Medien gestärkt werden. Verlässliche Information ist in Krisensituationen so wichtig wie Wasser und ärztliche Hilfe.

Besser informiert werden sollte auch über den Einsatz der EU-Truppen mit UN-Mandat. Bisher herrscht noch große Unklarheit über Zeitpunkt, Ort und exaktes Mandat der erwarteten Truppen. CSAPR fordert insbesondere, dass diese Truppen nicht von den Franzosen dominiert werden und einen echten multilateralen Charakter haben. Außerdem sollte die Absicherung eines politischen Friedensprozesses zum Mandat der Truppen gehören. Ob es der UN/EU Truppe gelingt, zumindest im Tschad für den Schutz der Menschen zu sorgen, muss sich erst noch erweisen. Die Skepsis der Betroffenen gegenüber der angekündigten Truppe ist mindestens so groß wie ihre Hoffnung.

Seit Anfang Februar sind auch Tschader auf der Flucht. Nach dem anfangs erwähnten Angriff auf N'Djaména kam es am 1. und 2. Februar zu heftigen Kämpfen. Nachdem sich die Aufständischen aus der Hauptstadt zurückziehen mussten, nutzte Präsident Déby die Gelegenheit, um mit seinen Kritikern aufzuräumen. Soldaten durchkämmten Wohnviertel auf der Suche nach Rebellen und ihren Unterstützern. Etwa 30.000 Menschen flohen vor den Razzien und den damit verbundenen willkürlichen Erschießungen und Vergewaltigungen nach Kamerun.

Martin Zint, Journalist, beschäftigt sich seit 1996 mit dem Tschad/Kamerun Erdölprojekt. Er hielt sich bis Anfang Februar im Tschad auf.

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