in Wissenschaft & Frieden 1996-1: Am Tag als der Regen kam

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Personalien

von Wolfgang R. Vogt

In meiner Funktion als neu gewählter Vorsitzender des W&F-Vorstandes möchte ich Sie über die aktuellen Entwicklungen und die absehbare Perspektive unserer Zeitschrift informieren.

„Wissenschaft und Frieden“ geht mit dieser Ausgabe ins 14. Jahr – und wenn nichts Gravierendes und Unvorhergesehendes passiert – ist die Existenz unserer Zeitschrift auch für die nächste Zeit gesichert. Vorausgegangen sind dieser günstigen Prognose ein hartes Sparkonzept und die Bereitschaft zahlreicher Leserinnen und Leser für W&F zu spenden bzw. ihr Abonnement in ein Förderabo umzuwandeln. Vielen Dank!

Zu den Sparmaßnahmen – und das ist der Wermutstropfen – gehörte aber auch, daß wir uns aus finanziellen Gründen von unserer langjährigen Redakteurin Caroline Thomas trennen mußten. Ein Schritt, der allen Beteiligten sehr schwer gefallen ist. Caroline Thomas hat einen großen Anteil daran, daß W&F als die auflagenstärkste Zeitschrift ihrer Art in Deutschland heute eine zentrale Rolle zwischen den Schnittstellen von Friedensforschung, Friedensbewegung, Friedensinitiativen und Friedenspolitik spielt. W&F verleiht der Friedenspolitik eine wichtige Stimme, indem sie für eine umfassende Politik der Zivilisierung und der Entmilitarisierung eintritt. Wir bedanken uns bei Caroline für ihr großes Engagement und hoffen, daß sie W&F weiter verbunden bleibt. Für ihre persönliche und berufliche Zukunft wünschen wir ihr alles Gute.

Die Redaktion, die ja schon in der Vergangenheit fast ausschließlich ehrenamtlich arbeitete, steht damit vor einer neuen Herausforderung. Wir freuen uns deshalb, daß sie durch Jürgen Nieth verstärkt werden konnte, der in dieser Ausgabe auch die Rolle des verantwortlichen Redakteurs übernommen hat.

Zusammen mit unserem langjährigen Layouter, Stefan Knaab, zeichnet er auch verantwortlich für das veränderte Äußere von W&F. Unser Ziel: die Zeitschrift durch kürzere Artikel, eine lockere Gestaltung und ein moderneres Schriftbild lesefreundlicher zu machen, bei gleichbleibend hohen Ansprüchen an Qualität und Informationsgehalt. Wir hoffen, daß auch Ihnen die Veränderungen zusagen, sind gespannt auf Ihre Meinung und auf weitere Anregungen.

Veränderungen hat es aber nicht nur im W&F-Outfit und in der Redaktion gegeben. Prof. Dr. Peter Krahulec, der über vier Jahre als Vorsitzender des Vorstandes von W&F die komplizierte Koordination des diffizilen W&F-Netzwerkes in kollegialer Weise verantwortlich gestaltete und durch seine menschliche und ausgleichende Art der Kooperation einen erheblichen Anteil an der Überwindung so mancher Schwierigkeiten hatte, ist auf persönlichen Wunsch als Vorsitzender zurückgetreten. Dem (Gesamt-)Vorstand bleibt er aber als Mitglied weiter erhalten, so daß wir uns jederzeit bei ihm Rat und Hilfe einholen können.

Zu den Veränderungen gehört auch, daß W&F jetzt zum erstenmal einen Geschäftsführenden Vorstand hat. Um schneller entscheidungs- und handlungsfähiger zu werden, hat ihn der Gesamtvorstand, dem weiterhin VertreterInnen der meisten Trägerorganisationen angehören, aus seiner Mitte gewählt. Ihm gehören an: Dr. Wolfgang Vogt (Vorsitzender), Dr. Helga Adler (stellv. Vorsitzende), Rainer Braun (Kassierer) und Prof. Dr. Gert Sommer.

Neu im Herausgeberkreis von W&F begrüßen wir die IALANA. Die Mitarbeit der JuristInnen gegen den Atomkrieg wird die wissenschaftliche Kompetenz und den interdisziplinären Charakter unserer Zeitschrift weiter stärken.

Liebe Leserinnen und Leser,

um unsere gemeinsame Zeitschrift in diesen komplizierten Zeiten und bei „rauhem Wetter“ auf Friedens-Kurs zu halten brauchen wir auch weiterhin Ihre kritische Begleitung und aktive Unterstützung. In diesem Sinne und mit einem vorsichtig optimistischen Blick auf die weitere Entwicklung und eine gute Zukunft von W&F verbleibe ich

mit besten Grüßen

Ihr Dr. Wolfgang R. Vogt

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