in Wissenschaft & Frieden 1995-3: Gewitter über Paris

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Provokation

Ein verkanntes Mittel der Mediation

von Dieter Senghaas

Das Konzept der Mediation umfaßt mehr als nur »Gute Dienste«. Dieter Senghaas macht in seinem Artikel deutlich, daß die Vorstellung, der Mediator müsse immer neutral und zurückhaltend agieren, falsch ist. »Provokative Mediation« kann Wege eröffnen, weil sie z.B. einer Selbstverblendung und den oft daraus resultierenden Autismen von Konfliktparteien gezielt entgegenwirken kann.

Mediation ist einer der Wege in den Bemühungen um eine konstruktive Konfliktbearbeitung potentiell gewaltträchtiger Konflikte. Dieser Weg wird auf höchst unterschiedliche Weise beschritten: Gelegentlich werden allein schon »gute Dienste« (good offices) als Beitrag zur Mediation begriffen. Ein Akteur – sei es eine Einzelperson, eine Organisation oder eine staatliche oder überstaatliche Instanz – stellt dann eine Plattform für die Konfliktparteien zur Verfügung, auf der diese sich wie auf neutralem Boden zur mehr oder weniger kontroversen Diskussion ihrer wechselseitigen Gravamina treffen können. Weitergehend ist das Mediationskonzept, das auf die Inszenierung von Vermittlungsprozessen ausgerichtet ist. Prominent ist dabei die Vorstellung, der vermittelnde Akteur – also der Mediator – müsse in der Tendenz zurückhaltend, gewissermaßen in jeder Hinsicht neutral sein, was nur bei Äquidistanz glaubwürdig sei. Dieser Mediator wird auf die Einhaltung von Spielregeln achten, gelegentlich Hebammendiensten vergleichbar auch in anderer Hinsicht hilfreich sein, aber den inhaltlichen Streit nicht thematisieren. Gewöhnlich wird diese Verhaltensweise als facilitation umschrieben, wobei die Hebammendienste sich auf die Förderung von Selbsterkenntnisprozessen bei den Konfliktparteien beziehen: Der »facilitator« bringt sein Wissen über die Verlaufsdynamik von Konflikten zurückhaltend und vorsichtig in den Begegnungsprozeß der Konfliktparteien ein. Die Förderung von wechselseitigem Konfliktverständnis, gegebenenfalls von Empathie, ist bei dieser Vorgehensweise ein wichtiges Etappenziel von Mediation. Wenn es erfolgreich erreicht wird, öffnen sich möglicherweise Chancen für eine weitergehende Konfliktbearbeitung: für Streitschlichtung, Streitbeilegung, Konfliktregelung oder gar Konfliktlösung (was immer im einzelnen mit diesen Begriffen konkret gemeint sei).

Ein ganz anderes Vorgehen ist die sogenannte machtbegründete Vermittlung (power mediation). Sie findet natürlich vor allem dann statt, wenn ein Mediator sowohl Zuckerbrot als auch Peitsche, also die oft zitierten carrots and sticks, einsetzen kann. Hierbei geht es nicht nur um die Bereitstellung einer Plattform für die Konfliktparteien, auch nicht nur um samtpfötige Hebammendienste, sondern um das, was korrekt als »peace pushing« (R.J. Fisher) bezeichnet worden ist: Der Mediator bringt in diesem Falle das offenkundige Machtgefälle, wie es zwischen ihm und den Konfliktparteien besteht, ins Spiel.

Mediation via Provokation

Zwischen der einen oder anderen Variante von Mediation (die jeweils mit unterschiedlichen Akzentsetzungen denkbar ist und auch praktiziert wird) gibt es (möglicherweise neben anderen, hier nicht zu beleuchtenden Varianten) eine weitere, die erstaunlicherweise bisher weder deutlich artikuliert, noch gar praktiziert worden ist: die Mediation via erfahrungswissenschaftlich begründbarer Provokation mit dem Etappenziel einer nachdrücklichen Horizonterweiterung der Konfliktparteien im Hinblick auf Problemlösungsoptionen. Was ist damit gemeint?

In der Friedens- und Konfliktforschung hat Mediation heute vor allem im Hinblick auf die Bearbeitung von ethnopolitischen Konflikten einen prominenten Stellenwert erlangt. Beim Umgang mit solchen Konflikten gibt es einige analytische und praktische Leitperspektiven, die im Hinblick auf eine konstruktive Konfliktbearbeitung unbedingt berücksichtigt werden müssen. Zu ihnen gehören angesichts des aufbrechenden »Sicherheitsdilemmas« zwischen den Konfliktparteien die Bemühung um vertrauensbildende Maßnahmen. Dieser Sachverhalt ist kein anderer als in der internationalen Politik, nur daß anstelle von Staaten ethnopolitische Konfliktparteien treten.

Ein zweiter Orientierungspunkt sind angesichts des in solchen Konflikten nicht nur drohenden, sondern meist akuten und militant werdenden Ethnozentrismus die Bemühungen um einfühlendes Verständnis (Empathie). Eine dritte Leitperspektive könnte man als »Problemlösungsorientierung versus Nullsummenmentalität« bezeichnen. Letztere schleicht sich leicht in eskalierenden Konflikten ein und trägt dann zum Verlust an Problemlösungsorientierung bei. Um konstruktiver Problemlösungen überhaupt gewahr werden zu können, ist aber vorgängig eine Horizonterweiterung erforderlich: das schiere Gegenstück zur im wachsenden Maße autistisch werdenden Selbstverblendung – einem Sachverhalt, der anfänglich eine Begleiterscheinung in jeglicher Konflikteskalation ist, um nach einem bestimmten point of no return eine Eigendynamik zu gewinnen. Worum geht es dabei?

Die Eskalation ethnonationalistischer Konflikte führt schnell zu emotionaler Selbstbezogenheit (Gruppennarzismus) und zu Engstirnigkeit. Die Kombination von beidem prägt das autistische Milieu, in dem sich solche Konflikte in aller Regel abspielen. In ihm wird verkannt, daß es im weiteren Umfeld, also jenseits der unmittelbaren Konfliktakteure, Erfahrungen gibt, die für die Lösung von Konflikten von Nutzen sein können. In aller Regel sind die für die Lösung ethnonationalistischer Konflikte potentiell nützlichen, andernorts schon längst erfolgreich erprobten verfassungspolitischen Instrumentarien und Prinzipien, beispielsweise des Föderalismus, der Konkordanzdemokratie und der diversen institutionellen Vorkehrungen für Minderheitenschutz den Betroffenen praktisch mehr oder weniger unbekannt geblieben.

Pluralistisch organisierte Rechtsstaaten kennen eine Vielzahl von staatlichen und gesellschaftlichen Konfliktlösungsmodalitäten, auf die als inspirierende Ressource für neue Versuche der Konfliktlösung zurückgegriffen werden könnte. Aber vielfach fehlt bereits das Wissen um diesen Sachverhalt, was ebenfalls zur Perspektivlosigkeit beiträgt: Die eigenen Vorstellungen über mögliche Handlungsoptionen bleiben begrenzt und sind ausgesprochen dürftig, die eingeschlagenen Strategien phantasielos – Hintergrund einer Aufrüstung des Willens zur Macht und von sich ausbreitenden Machtphantasien.

Lernpathologisch werdendem Selbstbezug entgegenwirken

Das im folgenden unterbreitete Plädoyer für »provokatorische Mediation« hat den eben beschriebenen Sachverhalt zum Ausgangspunkt. Der Einstieg in provokatorische Mediation überhaupt oder in provokatorische Mediation als Zwischenetappe in gängiger Mediation ließe sich wie folgt begründen:

Konfliktparteien gehen von der Einmaligkeit ihrer Situation aus. Das ist verständlich, weil sie in aller Regel über ein historisches Gedächtnis verfügen, in dem ihre Geschichte (meist aus einer Mischung von Realgeschichte und Fiktion) prominent figuriert. Die Konfliktparteien sprechen oft nur ihre eigene Sprache (und nicht eine gemeinsame). Nicht selten ist ein Sprachenkonflikt sogar der Ausgangspunkt ethnopolitischer Auseinandersetzungen. Diese und andere Eigenheiten des Konfliktes, die ein reales Fundament haben, begründen Identität und damit auch in aller Regel einen leicht lernpathologisch werdenden Selbstbezug: Man lernt das, was die eigene Identität untermauert, und blendet aus, was sie in Frage stellen könnte. Die »Festinger-Effekte« der kognitiven Konsonanz bzw. Dissonanz und die bekannten psychischen Abwehrmechanismen, wie sie von Anna Freud klassisch herausgearbeitet wurden, sind dabei nachdrücklich am Werk.

Provokatorische Mediation hieße nun ein Mehrfaches:

1. Wenngleich Konfliktparteien sich, jeweils subjektiv empfunden, in einer unverwechselbar einmaligen Lage fühlen, sind doch, objektiv betrachtet, die Ausgangslage, der Konfliktgegenstand und der Konfliktverlauf eines spezifischen Konfliktes nur eine Wiederauflage von aus anderen Fällen bekannten Strukturen und Vorgängen: die Wiederholung von Geschichte und Gegenwart. Gerade im Hinblick auf Ethnokonflikte erweist sich Geschichte und Gegenwart wie ein Laboratorium: Jeder gegenwärtige Ethnokonflikt hat grosso modo in der näheren und ferneren Vergangenheit eindrucksvolle parallele Vorgänger, was den Beobachter nicht erstaunen kann, sofern er die vielen vergangenen und gegenwärtigen Ethnokonflikte unter historisch-komparativer Perspektive analysiert hat – mit dem unabweisbaren Ergebnis einer systematisierenden Typologie solcher Konflikte.

Die erste Botschaft, die angesichts dieses Sachverhaltes den Konfliktparteien zu übermitteln ist, lautet deshalb schlicht und einfach: „Eure Probleme sind nicht neu; Eure Gravamina wurden in vergleichbaren Fällen schon vielfach artikuliert; offensichtlich wiederholt sich die Geschichte …“.

2. Während die erste Botschaft das »déjà vu» zum Inhalt hat, ist die zweite Botschaft spezifischer: In ihr wird betont, daß es in vergleichbaren Fällen ganz unterschiedliche Erfahrungen in der Konfliktbearbeitung gegeben hat, allermeist eine von dreien:

Aus jedem dieser Erfahrungsbereiche kann einzeln, und aus allen kann in Kombination etwas gelernt werden: Wie schliddert man in einen Konflikt, dann in eine Gewalteskalation hinein, falls der Konflikt unbearbeitet bleibt? Warum gingen die Bemühungen um die Eskalation daneben und wann stellte sich aus welchen Gründen der point of no return ein? Welche Rahmenbedingungen und welche Faktoren begründeten eine Konfliktbearbeitung, die als success story endete?

Die Botschaft ist also darauf ausgerichtet, die Breite des möglichen Umgangs mit ein und derselben Problemlage aufzuzeigen, Mißerfolge und Erfolge zu dokumentieren und einen Sinn für kritische Faktoren, Weichenstellungen und prinzipiell verfügbare Optionen zu vermitteln. Der Nachdruck liegt natürlich auf letztgenanntem Punkt.

Die zweite Botschaft lautet: „Für Euer vorliegendes Problem hält die historische Erfahrung und die Gegenwart längst Lösungen bereit. Nicht nur sind Eure Probleme bekannt, es sind auch die Lösungen bekannt! Zumindest gibt es Lösungsangebote aus historischen und gegenwärtigen Erfolgsgeschichten, die es lohnen, daß man sich mit ihnen genau auseinandersetzt … .“

3. Konfliktparteien in ethnopolitischen Konflikten sind nicht nur einem Situationsdünkel verhaftet; sie werden auch von einem »Identitäts- und Interessendünkel« gekennzeichnet. Provokatorische Mediation hat sich auch gegen letztere zu richten, insbesondere gegen den Interessendünkel. Bekanntlich werden in eskalierenden ethnopolitischen Konflikten, in der es eine Art von sich einschleichender Verbiesterung gibt, Interessen immer engstirniger thematisiert, wobei die derlei kurzsichtig definierten Interessen so empfunden werden, als ob sie dem wohlverstandenen eigenen langfristigen Interesse entsprächen. Interessenorientierungen weitsichtig zu machen, ist eine wichtige Aufgabe provokatorischer Mediation: Also würde die dritte Botschaft lauten: „Eingebildeten Interessen zu folgen, ist nicht notwendigerweise ein Rezept für den eigenen Erfolg. Im Gegenteil: Engstirnige Interessen machen süchtig und blind; sie verleiten zu unüberlegtem Handeln. Demgegenüber zeigen die Erfolgsgeschichten: Selbstkritik macht sich bezahlt. Sie läßt das wohlverstandene eigene Interesse einsichtig werden. Sie verhindert Unüberlegtheiten mit selbstzerstörerischen Folgen … .“

Dokumentiert man vergleichbare Ausgangssituationen von Konflikten und den ganz unterschiedlichen Umgang mit ein und demselben Konflikttyp, dokumentiert man insbesondere die aus gelungener Koexistenz resultierenden Wachstums- und Verteilungschancen, auch die Chancen erweiterter politischer Teilhabe, so besteht zumindest die Möglichkeit, engstirnige Interessendefinitionen anzukratzen, den Interessendünkel vielleicht sogar zu erschüttern und zu weitsichtigeren Perspektiven zu gelangen.

Provokatorische Mediation setzt Umdenken voraus

Provokatorische Mediation ist kein Passepartout, denn solche »Hauptschlüssel« für erfolgreiche konstruktive Konfliktbearbeitung gibt es in aller Regel nicht. Aber sie könnte, obgleich bisher nicht thematisiert, schon gar nicht erprobt, in Zwischenetappen von Mediationsvorgängen von erheblicher Bedeutung sein. Es sind auch Umstände vorstellbar, wo provokatorische Mediation exklusiv erprobt werden sollte. Wie dem im Einzelfall auch sei, so setzt doch dieses Konzept, das ein analytisches Konzept für die Praxis ist, einiges Umdenken in der wissenschaftlichen Diskussion über Mediation und schon gar in der Mediations-Praxis voraus:

1. So sehr wechselseitig einfühlendes Verständnis der Konfliktparteien von Bedeutung ist, so ist doch zu bezweifeln, daß es immer ein Mangel an Konfliktverständnis ist, der Konfliktparteien von einer produktiven Konfliktbearbeitung abhält. Konfliktparteien verstehen oft genug ihre Konflikte allzu gut, und es ist deshalb nicht immer mangelndes Konfliktverständnis, welches Konflikte in verhängnisvolle Bahnen lenkt, sondern der Mangel an aufzeigbaren, begehbaren Bearbeitungs- und Lösungswegen und an praktikablen Lösungen. Diese Perspektivlosigkeit im Kopf und auch in den Gefühlen zu erschüttern, Optionen realer (und nicht modellplatonischer) Natur aufzutun, überdies darzutun, daß es Wege aus Sackgassen, die das Ergebnis einer selbstzerstörerischen Dynamik sind, gibt und aufzuzeigen, daß diese Wege unter angebbaren Bedingungen schon erfolgreich erprobt worden sind, das alles könnte, gut inszeniert, für die Bearbeitung von Konfliktlagen äußerst hilfreich sein.

2. Voraussetzung ist natürlich, daß der Mediator entsprechende solide Kenntnisse besitzt und daß er diese zu inszenieren versteht. Denn nur belegbare Informationen zu vermitteln, wird in aller Regel nicht genügen; es geht schon auch darum, im konkreten Fall und auf den einzelnen Konflikt bezogen, eine gut dokumentierbare und überzeugend begründete Lösungsperspektive szenengerecht aufzubereiten: Sie müßte sich wie ein unabweisbares Angebot vermitteln.

Die Rolle des Mediators

Damit hat in provokatorischer Mediation der Mediator eine ganz andere Rolle als der eingangs zitierte »facilitator» oder auch der »power mediator». Während eine Variante von »facilitation» auf die erfahrungswissenschaftlichen Kenntnisse des »facilitators» im Hinblick auf das konkrete Konfliktgeschehen während der Mediation abhebt, sind bei provokativer Mediation solide erfahrungswissenschaftliche Erkenntnisse des Konfliktgegenstandes selbst erforderlich: also Kenntnisse über typische ethnopolitische Konfliktlagen (Konflikttypologie), über mißlungene und erfolgreiche Konfliktbearbeitungen, insbesondere über die dabei erprobten Institutionen der Konfliktregelung auf Mikro-, Meso- und Makroebene. Und erforderlich sind natürlich auch, ganz anders als im Konzept der facilitation, weitreichende Kenntnisse über den konkreten vorliegenden Fall.

Der Mediator ist also im Falle provokatorischer Mediation wirklich nicht nur ein Experte mit konflikttheoretischen Kenntnissen, sondern Experte im Hinblick auf die Sache, den konkreten Streitgegenstand selbst.

Provokative Mediation soll Autismen verhindern und Horizonterweiterung bewirken

Provokative Mediation ist »provokativ«, weil sie gegen drohende Selbstverblendung und die meist daraus resultierenden Autismen gezielt auf Horizonterweiterung setzt. Der Vorgang ist nicht ohne die eine oder die andere Art sowie das eine oder andere Ausmaß von Erschütterung – eine Folge von Provokation – vorstellbar. Wenn daraufhin die Konfliktparteien »ihren« Konflikt in einem erweiterten Kontext zu sehen gelernt hätten, wäre schon viel gewonnen. Die eingangs zitierten vertrauensbildenden Maßnahmen würden dann eventuell leichter zustande kommen; einfühlendem Verständnis könnte möglicherweise auf diese Weise der Weg leichter als sonst bereitet werden; der Sinn für Problemlösungsorientierung könnte unmittelbar gefördert werden.

Nichts in den Bemühungen um eine konstruktive Konfliktbearbeitung läuft wie von selbst, und noch einmal: Es gibt keinen Hauptschlüssel. Provokative Mediation könnte jedoch zu einem Instrument für konstruktive Konfliktbearbeitung werden, das bisher verkannt und auch nicht erprobt wurde.

Nachbemerkung

Es konnte nicht Gegenstand dieses kurzen Beitrages sein, die für provokatorische Mediation verfügbaren substantiellen Erkenntnisse, insbesondere jene über Ethnokonflikte, hier aufzubereiten. Dies ist an anderer Stelle anfänglich schon geschehen und bedarf eines eigenständigen Beitrages. Aber der Beitrag wäre nicht geschrieben worden, wenn es diese Erkenntnisse und Einsichten in systematischer historisch-vergleichender Forschung nicht gäbe.

Dr. Dieter Senghaas ist Professor für Politikwissenschaften an der Universität Bremen.

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