in Wissenschaft & Frieden 1994-2: Ein Blick nach Osten

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Friedensursachenforschung

Ein vernachlässigtes Forschungsfeld

von Volker Matthies

Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts wuchs auch das Interesse der wissenschaftlichen Forschung und praktischen Politik an einer friedlichen Transformation regionaler und lokaler kriegerischer Konflikte. Zunächst richtete sich dieses Interesse vornehmlich auf die ehemaligen Stellvertreterkriege in außereuropäischen Regionen, später jedoch auch auf andere, anhaltende oder neu ausbrechende Kriege. Besondere Beachtung finden seit geraumer Zeit die vertrackten, langandauernden und schwer lösbaren Bürgerkriege ethno-nationaler Prägung, die sogenannten »protracted conflicts«.

In Europa gab namentlich der Jugoslawienkonflikt dem Nachdenken über Fragen der Kriegsbeendigung, Streitschlichtung und Friedensstiftung Auftrieb. Seit dem zweiten Golfkrieg intensivierte sich im Rahmen der Debatte über die Weiterentwicklung der Vereinten Nationen und die Schaffung einer Neuen Weltordnung auch die Diskussion um den Sinn und Nutzen einer verstärkten Anwendung international legitimierter Ordnungsgewalt (einschließlich humanitärer Interventionen) zur Eindämmung von Kriegen und menschlichem Leid.

Angesichts schwieriger Transformationsprozesse vom Krieg zum Frieden wurden nunmehr Fragen aufgeworfen, die namentlich im angelsächsischen Raum und insbesondere in den USA im Rahmen von Kriegsbeendigungs-Studien (war termination) sowie von Konfliktlösungs- und Vermittlungsforschung (conflict resolution/mediation) schon seit vielen Jahren behandelt werden. Gegenüber der Kriegsursachenforschung und der Frage „Warum und wie Kriege ausbrechen“ blieben eine »Friedensursachenforschung« und die Frage „Warum und wie Kriege enden“ stark vernachlässigt, zumindest im Sinne eines theoretisch angeleiteten, systematisch und kontinuierlich bearbeiteten Forschungsfeldes im weiteren Kontext der Friedens- und Konfliktforschung. Das klassische militärstrategische Denken war ohnehin eher auf die Frage gerichtet, wie Kriege begonnen und erfolgreich geführt werden können als auf deren Beendigung, wenn die Dinge nicht nach Plan liefen. Zahlreiche Friedensforscher wiederum konzentrierten ihr Erkenntnisinteresse auf die Ursachen von Kriegen, um aus deren Kenntnis die Bedingungen des Friedens abzuleiten und den Krieg als soziale Institution abzuschaffen; sie sahen vielfach den Krieg „more as a disease to be eradicated than as a beast to be controlled“ 2 Darüber hinausgehend entfalteten jüngst Dieter und Eva Senghaas unter der Devise „Si vis pacem, para pacem“ das Konzept einer umfassend angelegten Friedensursachenforschung und Friedensstrategie3

Kriegsbeendigung und Friedensregelung

Von einer systematischen und kontinuierlichen Forschung zur Beendigung von Kriegen kann erst seit dem Jahre 1966 gesprochen werden. Ihr Aufkommen hing eng mit dem Vietnamkrieg zusammen, aber auch mit dem allgemeineren Problem des Umgangs der USA mit lokalen Kriegen im Kontext des globalen Ost-West-Konflikts. Das Erkenntnisinteresse U.S.-amerikanischer Forscher richtete sich vornehmlich auf die Vermeidung einer Verstrickung ihres Landes in eskalierende Kleinkriege und die Möglichkeiten einer Beendigung des Vietnamkrieges, mit anderen Worten, auf die »Kontrolle kleiner Kriege«.

Ausgangspunkt der Überlegungen war die schlichte Erkenntnis, daß „jeder Krieg (irgendwann einmal) enden muß“ (Iklé); die theoretische und empirische Frage war nun, warum, wann und wie Kriege zu Ende gingen, und ob und auf welche Weise die Kriegsbeendigung von außen zu beeinflussen wäre. Schon bald gab es Differenzen über die Wertorientierung dieses Forschungsansatzes; »some kind of end« eines Krieges war absehbar, aber »what kind of end« sollte es sein und »how high a price should be paid of it«?4 Empirisch stellte man fest, daß Kriege auf vielerlei Art und Weise zu Ende gingen (u.a. durch Auskämpfen in Form von Sieg und Niederlage, durch freiwillige Rückzüge und Unterwerfungen, durch formelle Friedensverträge und durch Verhandlungen und Vermittlungen Dritter Parteien). Auffällig war, daß nach dem Zweiten Weltkrieg formalisierte Kriegsbeendigungen in Gestalt völkerrechtlich relevanter Friedensschlüsse immer seltener wurden; etliche Kriege wurden ausgekämpft, andere durch Verhandlungen und/oder mit Hilfe Dritter Parteien beendet. In späteren Jahren erfolgte eine klare normative Festlegung auf einen bestimmten Typus der Kriegsbeendigung, nämlich den »verhandelten Frieden« (»negotiated settlement«), also die kooperative, friedliche Beilegung der Streitigkeiten, da nur eine solche Kriegsbeendigung eine gerechte Regelung und damit einen dauerhaften Frieden versprach.

Ein weiteres Problem der Forschung war, daß man mit einem zu unklaren Begriff der »Kriegsbeendigung« und einem verkürzten Begriff des Friedens arbeitete. »Kriegsbeendigung« war zwar eine notwendige, aber offensichtlich nicht hinreichende Bedingung für einen stabilen und dauerhaften Frieden. Verstand man unter der »Beendigung« eines kriegerischen Konflikts nur die bloße Einstellung der Kampfhandlungen und Beilegung der Streitigkeiten (»pacification«, »settlement«), also eine Art von negativem Frieden, oder auch die »Lösung« (»resolution«, »final settlement«) der tiefer liegenden Probleme des Konflikts, also Elemente eines positiven Friedens in Gestalt von »Friedensaufbau« und »Friedenskonsolidierung«? In diesem Sinne war Kriegsbeendigung dann nicht mehr der klare terminliche Abschluß eines gewaltförmigen Konfliktaustrages, sondern ein komplexer und langwieriger Prozeß der Transformation vom Krieg zum Frieden.

Den meisten Studien zur Kriegsbeendigung liegt das Modell des »rationalen Akteurs« und der »rationalen Entscheidung« zugrunde. Dies ist durchaus problematisch, da Konfliktparteien nicht durchgängig als einheitlich rational handelnde Akteure angesehen werden können. Doch im Rahmen des Modells wird die Beendigung von Kriegen als ein Verhandlungsprozeß angesehen, in dem die Akteure wohlüberlegte Entscheidungen unter Abwägung von Kosten-Nutzen-Kalkülen treffen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Frage, welche Faktoren auf welche Weise und zu welchem Zeitpunkt bewirken, daß die Kriegsparteien eine signifikante Veränderung ihrer Wahrnehmung, ihrer Kosten-Nutzen-Kalkulation und ihres Verhaltens vornehmen und von unilateralen, konfrontativen Strategien und »Gewinn-Verlust«-Orientierungen zu bi- und multilateralen, kooperativen Strategien und »Gewinn-Gewinn«-Orientierungen übergehen. Mit B. Carroll können „war and war termination as products of many interacting factors“ angesehen werden5. Faktoren in der Binnenstruktur der Kriegsparteien (z.B. die zivil-militärischen Beziehungen, die Haltung der Eliten, die Differenzierung zwischen kriegslüsternen »Falken« und friedenswilligen »Tauben«, die Art des politischen Systems und die »Kriegsmüdigkeit« der Bevölkerung) spielen ebenso eine Rolle wie die Ereignisse auf dem Schlachtfeld, das Ausmaß der erlittenen Verluste an Ressourcen und das Verhalten externer Akteure (z.B. Nachbarstaaten, Großmächte, internationale Organisationen, Einmischung mit Zuckerbrot und/oder Peitsche und Vermittlungsangebote).

I.W. Zartman brachte später eine »Zeit-orientierte Perspektive« in die Forschung ein.6 Er beobachtete die Dynamik von Konfliktprozessen, Eskalations- und Deeskalationsphasen und identifizierte »Reife-Momente« für die Veränderung von Kosten-Nutzen-Kalkülen und eine konstruktive Einmischung durch vermittelnde Dritte Parteien. Ihm zufolge entstehen solche »Reife-Momente« auf der Grundlage einer Patt-Situation im Konfliktprozeß (»deadlock«, »stalemate«), die in einem ungefähr symmetrischen Konflikt beide Seiten gleichermaßen negativ berührt (»mutually hurting stalemate«) und letztlich zu einer Überprüfung ihrer bisherigen Positionen und Verhaltensweisen bewegt. In eher asymmetrisch strukturierten Bürgerkriegen müsse das Konzept der »Reifung« allerdings, so Zartman, »in terms of one side alone« diskutiert werden.7 Unter theoretisch-konzeptionellen, methodologischen und praktisch-politischen Aspekten ist dieses Konzept der »Konflikt-Reife« jedoch wachsender Kritik ausgesetzt worden. Das Reife-Stadium eines Konfliktes sei eher ex post als aktuell erkennbar, kaum objektiv bestimmbar und kein Ergebnis eines linearen, aktiv und gezielt beeinflußbaren Prozesses. Die subjektiven Wahrnehmungen, Dispositionen und Willensbekundungen der Konfliktakteure seien letztlich wichtiger als objektive Gegebenheiten der Konfliktsituation. Daher sollte der analytische Blick stärker auf die Entstehungsbedingungen der Dialog- und Kooperationsbereitschaft sowie des Friedenswillens von Konfliktparteien gerichtet werden, als auf das Eintreten einer Reife-Phase im Konfliktablauf („Willingness Instead of Ripeness“).8

R.F. Randle arbeitete auf der empirischen Basis komparativer Auswertungen zahlreicher historischer und gegenwärtiger Kriege ein idealtypisches Muster der Sequenzen und Elemente von Kriegsbeendigungen und Friedensregelungen heraus, das auch weiterhin als nützlich anzusehen ist.9 Nach den »Präliminarien«, der Grundsatzentscheidung zum Frieden und dem Ausstrecken von »Friedensfühlern« zum Austesten der Bereitschaft des Gegners und zur Vorbereitung von Verhandlungen (Zeit, Ort, Agenda und Teilnehmer) folgt dann die Überschreitung der »Schwellen« zur Regelung der militärischen und politischen Probleme des bewaffneten Konflikts. Die Regelung militärischer Probleme umfaßt beispielsweise Feuereinstellungen, Waffenstillstände, demilitarisierte Zonen, Demobilisierungen sowie Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen. Die politischen Probleme bedürfen einer Regelung territorialer und personenbezogener Fragen (z.B. Gefangenenaustausch und Flüchtlingsrückführung), einer Gewährung von Sicherheitsgarantien (z.B. Amnestierung ehemaliger Guerillakämpfer), vor allem aber einer Klärung der Machtfrage und der politischen Ordnung. Eine wirklich stabile Nachkriegsordnung kann es nach Randle nur geben, wenn es zu einer erfolgreichen Regelung sowohl der militärischen als auch der politischen Probleme eines kriegerischen Konflikts gekommen ist. Nachdrücklich verweist er auf zahlreiche defizitäre und defekte Friedensregelungen, die letztlich zum Scheitern verurteilt waren.

Im Vergleich zu zwischenstaatlichen Konflikten scheinen Bürgerkriege, und damit die vorherrschenden Konflikte der Gegenwart, relativ schwerer zu beenden, zu regeln und zu lösen zu sein. Dies gilt insbesondere für die sogenannten »protracted or intractable conflicts« ethno-nationaler Prägung, die als langandauernde und hartnäckige Auseinandersetzungen eine hohe kriegerische Resistenz aufweisen. Selbst die Beendigung solcher Konflikte ist häufig instabil und transitorisch. Als Gründe hierfür werden die tendenziell asymmetrische Struktur von Bürgerkriegen, die erst nach längerer Dauer überwunden werden kann, die häufig vorliegenden Identitäts-, Wert- und Normenkonflikte, die weniger verhandelbar und kompromißfähig seien als Territorial- und Ressourcenkonflikte, sowie die friedenspolitischen Einmischungen von außen entgegenstehenden Völkerrechtsnormen der Souveränität und Nichteinmischung genannt.

Neuere theoriegeleitete und komparative Untersuchungen zur Beendigung von Bürgerkriegen haben folgende Schlüsselfaktoren identifiziert:10 die Art des Konfliktes (Herrschaftskonflikt, Sezessionskonflikt, ethnischer Konflikt etc.) einschließlich der »nature of issues underlying the conflict«; die Binnenstruktur der Kriegsparteien (u.a. Stärke der Führerschaft, interne Rivalitäten); die militärische Balance auf dem Schlachtfeld (Siege, Niederlagen, Erwartungen) sowie die Einwirkung externer Parteien (Einmischung von außen mit Zuckerbrot und/oder Peitsche bzw. mit Vermittlungsangeboten) und die Art der angestrebten Friedensregelung (»nature of settlement and state formation«). Allerdings ließ sich bei der Auswertung der Studien kein klares, einheitliches Muster der Kriegsbeendigung erkennen; vielmehr zeigte das Ergebnis, „that stable settlements can emerge under a remarkable variety of conditions“.11 Dieser Befund führte zu der Einsicht, von der Vorstellung einer eindeutigen Regelhaftigkeit Abschied zu nehmen und „to conceive of the termination of civil violence as a set of processes in which there are certain critical choice points“.12

Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts wird im Rahmen der Debatten über die Neue Weltordnung, die Rolle der UNO und die Sinnhaftigkeit von Einmischung und Intervention, namentlich unter dem Eindruck des zweiten Golfkrieges, des Jugoslawienkonflikts und der Ereignisse in Somalia, intensiv die Frage diskutiert, ob, auf welche Weise und mit welchen Mitteln die internationale Gemeinschaft von außen zur Kriegsbeendigung und Friedensregelung beitragen könnte und sollte. Diese Frage zielt zunächst auf die Relation zwischen eher endogenen, »eigendynamischen« und eher exogenen, »fremdbestimmten« Elementen kriegerischer Konfliktprozesse. In welchem Maße läßt sich unter friedenspolitischen Zielsetzungen überhaupt von außen auf die »Dynamik« von Konflikten und die Kosten-Nutzen-Kalkulation sowie auf die Wahrnehmung und das Verhalten von Kriegsparteien Einfluß nehmen? In der Regel scheint dies nur sehr schwer und recht begrenzt möglich zu sein. Die Vorstellung einer globalen friedenspolitischen Steuerung und Kontrolle kriegerischer Konfliktprozesse, etwa von seiten der großen Mächte oder der UNO, wird der komplexen Realität kaum gerecht und offenbart mehr sozialtechnologische Anmaßung und machtpolitische Arroganz als Empathievermögen und Selbstbescheidung. Des weiteren stellt sich die Frage nach den geeigneten Akteuren und Mitteln externer Einmischung. Sollen eher Staaten und internationale Organisationen mit »Zuckerbrot und Peitsche« tätig werden, also mit positiven Anreizen oder negativen Sanktionsdrohungen einschließlich militärischer Zwangsgewalt, oder verstärkt auch nicht-staatliche Akteure (z.B. Kirchen, Friedensbewegungen, Menschenrechtsorganisationen) mit zivilgesellschaftlichen Mitteln auf die Beendigung von Kriegen hinwirken? Entkleidet man die heiß geführte Debatte über nicht-militärische versus militärische Mittel der Einmischung ihrer weltanschaulichen Elemente und fragt nach der tatsächlichen Tauglichkeit bestimmter Instrumente, so ergibt sich ein relativ klares Bild. Allenfalls in zwischenstaatlichen Konfliktlagen können militärische Zwangsmittel in Form von Kampfeinsätzen noch einen Sinn machen, nachdem sich alle anderen Mittel erschöpft haben; in Bürgerkriegen hingegen ist Friedenserzwingung, auch durch »robuste« UN-Blauhelme, aus strukturellen Gründen so gut wie unmöglich, abgesehen vielleicht von eindämmenden, dosierten Einsätzen in einem „größeren Rahmen umfassender ziviler Konfliktbearbeitung“.13 Nach der weitgehenden Einstellung von Kampfhandlungen allerdings können erweiterte UN-Operationen durchaus konstruktive Beiträge zur Stabilisierung der Kriegsbeendigung sowie zur Konsolidierung des Friedens leisten. Voraussetzung hierfür jedoch ist die verläßliche Kooperationsbereitschaft und der genuine Friedenswillen wichtiger Konfliktparteien und der betroffenen Bevölkerung. Generell ist im Hinblick auf die Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Beendigung von Kriegen und der Friedensstiftung ein großes Defizit im Bereich der Tätigkeit nicht-staatlicher Akteure und der Anwendung nicht-militärischer Mittel zu beklagen. Zur Aufarbeitung dieses Defizits sollten der konzeptionellen Kreativität und praktisch-politischen Erprobung daher keine Grenzen gesetzt sein. Dies gilt insbesondere für Bürgerkriegssituationen, in denen die herkömmlichen Konzepte und Mittel der Staatenwelt kaum greifen.

Von unstrittiger Bedeutung als nicht-militärisches Mittel der Kriegsbeendigung und Friedensstiftung ist seit langem die Vermittlung durch Dritte Parteien. Dieses Mittel steht in der Tradition herkömmlicher diplomatisch-völkerrechtlicher Instrumente und Verfahren »friedlicher Streitschlichtung«, ist allerdings, namentlich im angelsächsischen Raum, in den letzten Jahren konzeptionell-theoretisch und praktisch-politisch weiterentwickelt und verfeinert worden. Vermittlung agiert ohne Rückgriff auf Gewalt, basiert auf der Zustimmung der Konfliktparteien und will beiden Seiten eine kooperative, vorteilhafte Kriegsbeendigung ermöglichen. Erfolgreiche Vermittlung setzt allerdings eine Reihe günstiger Bedingungen voraus, zu denen nach Einschätzung mancher Autoren die glaubwürdige Bereitschaft der Parteien ebenso gehört wie eine geringe Intensität des Konflikts, ein angemessener Zeitrahmen sowie die Qualitäten und Ressourcen des Vermittlers. Umstritten sind die Art und Rolle des Vermittlers (staatliche oder nicht-staatliche Akteure, schwach oder machtvoll, Unparteilichkeit) in Relation zu dem »timing« von Vermittlung und unterschiedlichen Konfliktphasen. Doch letztlich gibt es hier kein einheitliches Muster und keine klare Handlungsanweisung, keinen „set of role categories and strategies that can be transferred automatically from one environment to another, from one dispute to another.“14 Bei aller Wertschätzung des Vermittlungsansatzes müssen jedoch auch einige seiner Schwachpunkte genannt werden: Vermittlung erzielt erst dann friedenspolitische Durchbrüche, wenn die Konfliktparteien den Willen zum Dialog und zum Frieden haben. Dieser Willensbildungsprozeß läßt sich zwar von außen beeinflussen, aber kaum sozialtechnologisch initiieren, steuern und kontrollieren. Vermittlung setzt nur einen institutionellen und kommunikativen Rahmen, innerhalb dessen friedenspolitische Chancen angeboten und genutzt werden können. In vielen Fällen greift Vermittlung daher erst nach langen Jahren blutiger Kriegsführung, großen menschlichen Leides und weitflächiger Verheerung der Kriegsschauplätze. Vermittlung ist auch keine Erfolgsgarantie für eine stabile Friedensregelung, da sie sich bisher im wesentlichen mit der Kriegsbeendigung begnügt, sich aber in der Regel nicht mehr um die Kriegsfolgenbewältigung und Konsolidierung des Friedens bemüht. Doch auch nach dem Ende von Kriegen müssen anhaltende politische Streitigkeiten in einem fortgeführten institutionalisierten Verhandlungsprozeß geklärt werden, müssen die Kontrahenten in einem konstruktiven Dialog kontinuierlich miteinander kommunizieren.

Kriegsfolgenbewältigung und Konsolidierung des Friedens oder neue Vorkriegszeiten?

Noch weniger als mit Fragen der Kriegsbeendigung und Friedensregelung befaßte sich die Friedens- und Konfliktforschung auf systematische Weise mit den Opfern und Folgen von Kriegen sowie mit der konstruktiven Gestaltung von Nachkriegszeiten, der Kriegsfolgenbewältigung, dem Wiederaufbau kriegszerstörter Länder und Regionen und der Konsolidierung des Friedens. Sobald nicht mehr geschossen wurde, also nach landläufiger Meinung »Frieden« herrschte, nahm das öffentliche Interesse rapide ab und wandten sich Wissenschaft und Politik rasch von den ehemaligen Kriegsschauplätzen ab. Dieses Desinteresse verkennt die immense Bedeutung konstruktiver Nachkriegszeiten, die bei mangelnder Implementierung von Friedensregelungen und mißglückter Bewältigung von Kriegsfolgen sehr schnell wieder zu neuen Vorkriegszeiten werden können. Die Konsolidierung des Friedens nach dem Ende von Kriegen ist also immer auch schon ein Element der Prävention, der Vorbeugung eines neuerlichen Ausbruchs kriegerischer Gewalt. Diese Aufgabe resultiert aus der Erkenntnis, daß »Frieden mehr ist als Nicht-Krieg«, und daß ein so verstandener positiver Frieden ein zielgerichtetes Anpacken auch der tieferliegenden Ursachen kriegerischer Konflikte sowie den Aufbau einer stabilen Friedensstruktur erforderlich macht. Kriegsfolgenbewältigung setzt zunächst einmal umfassende Kenntnisse der Kriegsopfer und gesamtgesellschaftlichen Kriegsfolgen voraus, auf denen aufbauend dann »Kriegsschadensbilanzen« angefertigt werden können. Gefordert sind also in einer »Opfer-Perspektive«15 Studien über die Breiten- und Tiefenwirkung kriegerischer Ereignisse, eine Art von »Sozialgeschichte des Krieges«16 oder »Human and Political Economy of War«.17 Die Bewältigung von Kriegsfolgen ist dann entsprechend als ein umfassender und vielschichtiger gesellschaftlicher Prozeß zu verstehen, der soziale, ökonomische, psychische und kulturelle sowie sicherheitspolitische und politische Dimensionen einschließt. So geht es um die soziale Rehabilitation und Reintegration von Kriegsopfern (z.B. von Entwurzelten und Flüchtlingen, Kriegsversehrten und Waisenkindern), den materiellen Wiederaufbau und die Dynamisierung von Landwirtschaft, Industrie und Handel (u.a. Wiederherstellung der Infrastruktur, der Transport- und Versorgungssysteme, Räumung von Minen, Konversion der Kriegswirtschaften zu Friedensökonomien), die individuelle und kollektive Verarbeitung von Kriegstraumata, die Demobilisierung bewaffneter Kräfte und die Neuformierung des Sicherheitsapparates (Reintegration von demobilisierten Soldaten und Kämpfern, Aufbau neuer Streitkräfte und deren politisch-rechtliche Kontrolle) sowie um die Regelung bzw. Lösung politischer Kernprobleme und die Rekonstruktion von Staat, Regierung und Zivilgesellschaft (u.a. Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Landverteilung, des Menschenrechtsschutzes, der Institutionenbildung, der demokratischen Partizipation und der Legitimierung neuer politischer Ordnungen). Besondere Bedeutung kommt in den meisten kriegsgeschädigten Gesellschaften den »Trümmerfrauen« zu, die in der Regel die Hauptlast der Kriegsfolgenbewältigung und des Wiederaufbaus tragen. Die eigenständige Rekonstruktions- und Selbstheilungsfähigkeit solcher Gesellschaften muß aber nachdrücklich von seiten der internationalen Gemeinschaft gestärkt und abgestützt werden.

Diese Aufgabe wird mittlerweile sowohl von den Vereinten Nationen als auch von verschiedenen entwicklungspolitischen Institutionen immer klarer erkannt und ernstgenommen. In der »Agenda für den Frieden« findet sich als innovatives Element das Konzept der »Friedenskonsolidierung« im Aufgabenkatalog der UNO.18 Diverse Träger von Katastrophen- und humanitärer Hilfe müßten nach dem Ende von Kriegen eine Art neuartiger »Krisenentwicklungshilfe« leisten, gleichsam als Verbindungsstück zwischen akuter Nothilfe in Kriegssituationen und langfristiger, normaler Entwicklungszusammenarbeit in Friedenszeiten.19 Die Vernichtung milliardenschwerer Entwicklungsinvestitionen durch langjährige Kriege hat dazu geführt, daß in manchen Fällen die Entwicklungszusammenarbeit immer mehr »zum Reparaturbetrieb zur Beseitigung von Kriegsschäden« zu werden droht, aber auch zu der Einsicht, wie wichtig und zukunftsträchtig gerade entwicklungspolitische Beiträge zur konstruktiven Kriegsfolgenbewältigung und Friedenskonsolidierung nach dem Ende von Kriegen sind. »Frieden schaffen ohne Waffen« will auch die Weltbank, nämlich durch die ökonomische Abstützung von (welt-)politisch wichtigen Friedensprozessen, wie beispielsweise im Nahen Osten (Weltbank-Plan für Palästina).

Auch der Gedanke der Wiedergutmachung sollte durchaus eine Rolle spielen, namentlich im Hinblick auf die ehemaligen Stellvertreter-Kriege, denn die »Spielwiesen« des Ost-West-Konflikts waren zugleich auch die »Tötungsfelder« der Entwicklungsgesellschaften!20

Von überragender Bedeutung für das Gelingen einer Friedenskonsolidierung insbesondere in Bürgerkriegssituationen, ist aber letztlich die Verständigungsbereitschaft, der Kompromißwille, der Interessenausgleich und die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner, namentlich ihrer jeweiligen Führungsgruppen. Im Kern geht es hierbei um kritische Fragen der machtpolitischen Beteiligung, der ökonomischen Ressourcenverteilung und der sozialen Gerechtigkeit sowie der politischen Streitkultur. Die Beendigung von Bürgerkriegen erfordert immer eine Verständigung der Konfliktparteien auf eine Formel für die zukünftige Nachkriegsordnung. Hinter dieser Formel, die ja Elemente eines positiven Friedens einschließt, verbergen sich jedoch oft ungeklärte „Differenzen und Kontroversen um unterschiedliche gesellschaftspolitische Zielvorstellungen, über anzustrebende bzw. zu erhaltende soziale, ökonomische und politische Ordnungen“.21 Die einigermaßen faire Einlösung einer solchen von den ehemaligen Bürgerkriegsparteien vereinbarten Formel für die Nachkriegsordnung ist aber offenbar die wichtigste Erfolgsbedingung für die Schaffung eines relativ stabilen modus vivendi oder gar dauerhafteren Friedens. Letztendlich muß die Konsolidierung des Friedens jedoch in eine zivilisationstheoretische Perspektive eingefügt werden. Versteht man unter »Zivilisierung«, daß unvermeidliche Konflikte ohne Androhung und Anwendung von Gewalt ausgetragen werden, so läßt sich erst dann von einem dauerhaft gesicherten Frieden sprechen, wenn ein solch hoher Grad an Friedfertigkeit des Streitaustrags erreicht ist. Dies ist aber, wie die Zivilisationsgeschichte von Teilregionen Europas zeigt, erst nach langwierigen Entwicklungs- und Modernisierungsprozessen sowie der Herausbildung von zivilen, bürgerlichen Gesellschaften zu erwarten. In einem »zivilisatorischen Hexagon« hat D. Senghaas jüngst die wesentlichen Kriterien bzw. Eckpunkte von Zivilgesellschaft zusammengefaßt (Gewaltmonopol, Interdependenzen und Affektkontrolle, Soziale Gerechtigkeit, Konflikt-Kultur, Demokratische Partizipation, Rechtsstaatlichkeit);22 ob diese jedoch auch außerhalb Europas universelle Bedeutung gewinnen, müßte noch geprüft werden. Unverkennbar ist zudem, daß auch in bereits zivilisierten Regionen Regression und Entzivilisierung, mit anderen Worten der Ausbruch von Unfrieden und Krieg möglich ist. Plausibel erscheint, daß friedliche Konfliktregelungsprozesse in dem Maße Erfolgschancen haben, wie die Verbürgerlichung und Zivilisierung von Gesellschaft voranschreitet.

Defizite und Desiderata der Forschung

Die Transformation vom Krieg zum Frieden ist in der Regel ein langwieriger, vielschichtiger und schwieriger Prozeß, in dem verschiedene System- und Akteurebenen sowie diverse endogene und exogene Einflußfaktoren eng miteinander verwoben sind. Eine »Friedensursachenforschung«, die diesen Transformationsprozeß thematisiert und problematisiert, operiert vornehmlich mit dem Begriff des negativen Friedens, aber auch mit Elementen des positiven Friedensbegriffs.

Nach langer Vernachlässigung dieser Forschung gibt es noch keine »große Theorie« der »Ursachen des Friedens«, allenfalls erste Erklärungsansätze und Hypothesen. Ein klares, einheitliches Muster ist nicht erkennbar, vielmehr eine große Variabilität der Transformationsprozesse. Neben weiterer konzeptionell-theoretischer Arbeit sind vor allem vergleichende Fallstudien zu historischen und gegenwärtigen friedlichen Transformationsprozessen kriegerischer Konflikte erforderlich. Sowohl hinsichtlich der wissenschaftlichen Arbeit als auch der politischen Praxis ist Bescheidenheit angesagt. Geduldige, zähe Kleinarbeit muß geleistet werden; die Weltgemeinschaft wird auch weiterhin mit unbeendeten, ungeregelten und ungelösten kriegerischen Konflikten leben müssen. Auch Friedenszustände, friedliche Transformationsprozesse und Friedensschlüsse sind zudem historisch prinzipiell reversibel, häufig brüchige und instabile »provisorische Regelungen« (Seabury),23 anfällig für ihr Scheitern und den neuerlichen Ausbruch kriegerischer Gewaltförmigkeit. »Protracted Conflicts« bedürfen eben auch eines entsprechenden »Protracted Peace-Making« (Fox)24, eines langen Atems, langwieriger und schwieriger praktisch-politischer Lernprozesse; eines „Friedens als Zivilisierungsprojektes“ (Senghaas). Friedensursachenforschung und Friedensstiftung kommt eben nicht dem heilbringenden »Drachentöter« gleich, der mit einem Schlag den »Gordischen Knoten« aller kriegerischen Konflikte lösen könnte.25

Auf diesem Hintergrund erweist sich als wichtigste Aufgabe einer »Friedensursachenforschung« die präventive friedliche Bearbeitung von Konflikten und die Kriegsverhütung, nach der Maxime von Ch. Iklé: „Ending Wars Before They Start!“26 Für eine erfolgreiche Präventionspolitik ist jedoch sowohl die Kenntnis der Kriegsursachen als auch der Bedingungen des Friedens eine unverzichtbare Voraussetzung. Mithin sind Friedensursachen- und Kriegsursachenforschung zwei Seiten der gleichen Medaille, nämlich einer umfassenden Friedenswissenschaft.

Literatur

(zusätzlich zu der in den Anmerkungen genannten Literatur)

Peter Billing, Eskalation und Deeskalation internationaler Konflikte, Frankfurt am Main usw. 1992

Jörg Calließ/Christine M. Merkel (Hrsg.), Peaceful Settlement of Conflict-A Task for Civil Society, Rehburg-Loccum 1993

Michael Handel, The Study of War Termination, in: Journal of Strategic Studies, no 1, 1978

Winrich Kühne (Hrsg.), Blauhelme in einer turbulenten Welt,

Baden-Baden 1993

Volker Matthies (Hg.), Frieden durch Einmischung? Bonn 1993

Hugh Miall, The Peacemakers. Peaceful Settlement of Disputes Since 1945, London usw. 1992

Gordon A. Craig/Alexander L. George, Zwischen Krieg und Frieden. Konfliktlösung in Geschichte und Gegenwart, München 1984

Karlheinz Koppe, Konfliktprävention, Konfliktregelung, Konfliktbeendigung mit nicht-militärischen Mitteln, in: Sicherheit und Frieden 3/93

Anmerkungen

1) So Paul R. Pillar, Negotiating Peace. War Termination as a Bargaining Process, Princeton, New Jersey 1983, S. 5 und William T.R. Fox, The Causes of Peace and Conditions of War, in: ders (ed.). How Wars End, The Annals, vol. 392, November 1970, S. 3 f. Zurück

2) Egbert Jahn, Stichwort »Frieden«, in: Andreas Boeckh (Hrsg.), Internationale Beziehungen, Bd. 6 Lexikon der Politik (hrsg. v. Dieter Nohlen), München 1994, S. 156. Zurück

3) Siehe Dieter und Eva Senghaas, Si vis pacem, para pacem, in: Leviathan 2/1992. Zurück

4) Siehe William T.R. Fox, The Causes of Peace and Conditions of War, a.a.O., S. VIII. Zurück

5) Berenice A. Carroll, War Termination and Conflict Theory, a.a.O., S. 18. Zurück

6) So vor allem William I. Zartman, Ripe for Resolution. Conflict and Intervention in Africa, New York – Oxford 1989; ders. (ed.), Resolving Regional Conflicts: International Perspectives, The Annals, vol. 518, November 1991. Zurück

7) William I. Zartman, The Unfinished Agenda-Negotiating Internal Conflicts, in: Roy Licklider (ed.), Stopping the Killing. How Civil Wars End, NY, London 1993, S. 31. Zurück

8) Hierzu Marieke Kleiboer, Ripeness of Conflict: A Fruitful Notion? in: Journal of Peace Research, vol. 31. no. 1, 1994, S. 109 – 116; zur Kritik an Zartman siehe auch Roy Licklider, What Have We Learned and Where Do We Go From Here? in: ders. (ed.), Stopping the Killing, O., How Civil Wars End, New York/London 1993, S. 309. Zurück

9) Robert F. Randle, The Origins of Peace. A. Study of Peace- making and the Structure of Peace Settlements, New York und London 1973. Zurück

10) Roy Licklider (ed.), Stopping the Killing. How Civil Wars End, New York und London 1993, bes. S. 14 ff. Zurück

11) Roy Licklider, How Civil Wars End, a.a.O., S. 17. Zurück

12) Roy Licklider, How Civil Wars End, a.a.O., S. 18. Zurück

13) Vgl. Lothar Brock/Tillmann Elliessen, Zivilisierung und Gewalt, HSFK-Report 9/1993, Frankfurt am Main 1993, S. 64. Zurück

14) Jacob Bercovitch, International Mediation, in: Journal of Peace Research, vol. 28, no. 1, 1991, S. 4. Zurück

15) Ekkehart Krippendorff, The Victims-A Research Failure, in: Journal of Peace Research, vol. 18, no. 1, 1981. Zurück

16) Axel Harneit-Sievers (mit Beiträgen von G. Krüger und F. Schubert), Kriegsfolgen und Kriegsbewältigung in Afrika: Der nigerianische Bürgerkrieg 1967 – 70, Hannover 1992. Zurück

17) Reginald H. Green, Killing the Dream: The Political and Human Economy of War in Sub-Saharan Africa, Institute of Development Studies, Discussion Paper 238, Brighton/Sussex 1987. Zurück

18) Boutros Boutros-Ghali, Agenda für den Frieden. Vorbeugende Diplomatie, Friedenschaffung und Friedenssicherung, Dokumentationen, Informationen, Meinungen, Nr. 43. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Bonn, Juli 1992; siehe z.B. auch die UNRISD-Studie: Rebuilding Wartorn Societies, United Nations Research Institute for Social Development, Genf, September 1993. Zurück

19) Vgl. Heike Henn/Stephan Klingebiel, Helfer im Kreuzfeuer: Humanitäre Hilfe in Kriegssituationen, in: V. Matthies (Hrsg.), Frieden durch Einmischung? Bonn 1993, S. 119. Zurück

20) Vgl. Antony Lake, After the Wars – What Kind of Peace? in: ders. (ed.), After the Wars. Reconstruction in Afghanistan, Indochina, Central America, Southern Africa, and the Horn of Africa, New Brunswick-Oxford 1990, S. 3. Zurück

21) Vgl. Egbert Jahn, Stichwort »Frieden« in: Andreas Boeckh (Hrsg.) Internationale Beziehungen, Bd. 6 Lexikon der Politik (hrsg. v. Dieter Nohlen), München 1994, S. 156. Zurück

22) Hierzu und zum folgenden Dieter Senghaas. Wohin driftet die Welt? Frankfurt am Main 1994, S. 17 ff. Zurück

23) Vgl. Paul Seabury, Provisionality and Finalty, in: William T.R. Fox (ed.), How Wars End, a.a.O. Zurück

24) William T.R. Fox, The Causes of Peace and Conditions of War, in: ders. (ed.), How Wars End, a.a.O., S. 12. Zurück

25) Hierzu Martin Mendler/Wolfgang Schwegler-Rohmeis, Weder Drachentöter noch Sicherheitsingenieur. Bilanz und kritische Analyse der sozialwissenschaftlichen Kriegsursachenforschung, HSFK-Forschungsbericht 3/1989, Frankfurt am Main, August 1989, S. 155. Zurück

26) Fred Charles Iklé, Every War Must End, New York und London 1971, Epilog. Zurück

Prof. Dr. Volker Matthies lehrt Politische Wissenschaft in Hamburg und betreibt Friedens- und Entwicklungsforschung. Anschrift: Lydiastr. 3, 22041 Hamburg.

in Wissenschaft & Frieden 1994-2: Ein Blick nach Osten

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