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Militärische Mentalität versus Innere Führung

Zur Reform der Bundeswehr

von Detlef Bald

Der Umbau der Bundeswehr nach dem Jahr 2000 kann als die umfassendste Umstrukturierung des Militärs der letzten fünf Jahrzehnte angesehen werden. War der Aufbau deutscher Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg noch ganz im Einklang mit den Erfahrungen des Krieges und insofern nach altem Vorbild erfolgt, geht es den Verantwortlichen in Politik und Militär an der Jahrhundertwende darum, einen neuen Typ des Militärs zu realisieren. Detlef Bald untersucht, warum die gegenwärtige Strukturreform mehr ist als eine einfache Modernisierung oder eine technische Effizienzsteigerung, warum diese an die Grundlagen geht.

Die Geschichte hat der Bundeswehr von Anfang an eine demokratische Konstitution, die den Namen Innere Führung trägt, mit auf den Weg gegeben. Im Bewusstsein der Bevölkerung ist die Innere Führung das Qualitätszeichen der Bundeswehr geworden. Doch diese Geschichte ist wechselvoll. Gleichwohl kann eine Art Summe gezogen werden: Das Leitbild des Staatsbürgers hat seine Rolle für den Soldaten gefunden und das Leitbild des Soldaten für den Bürger abgelöst. Eine Umpolung wurde programmatisch in der Bundeswehr vollzogen. Sie hat eine normale Gestalt in der Bonner Republik erfahren. Der Maßstab der Inneren Führung hat die Bundeswehr demokratie- und sozialverträglich ausgerichtet.

Der verdrängte Maßstab

Man sollte annehmen, dass die Innere Führung eine Schlüsselrolle für das neue Konzept der Armee einnimmt, um das Etablierte nach Bewährtem oder Verkrustetem hin zu überprüfen. Das soll mit dem jüngst in der Bundeswehr eingeführten Programm der Ausbildung zur »Leadership« geschehen. Denn es beansprucht bereits, die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, „dass der deutsche Soldat nicht nur kämpfen kann und will, sondern darüber hinaus auch zu schützen, zu retten und zu helfen befähigt ist,“ ins Visier zu nehmen. Für das Ziel – „Steigerung der Führungsleistung und des Führenkönnens“ – wurde das Leadership-Training als Ausbildungseinheit eingeführt. Doch hinter hochtrabenden Worten („Im Neuen Heer für Neue Aufgaben erhält die Ausbildung der militärischen Führer eine neue Qualität“)1 scheint sich alles auf eine »gefechtsmäßige« Welt zu begrenzen. Dies erhärten Erläuterungen von 1998, obwohl „das richtige Denken“ und die „geistig-ethischen Bindungen“ in der „Nation als Schicksalsgemeinschaft“ beschworen werden.2 Das aber bleibt bloße Gesinnung. In der Ausbildung selbst werden Themen der politischen Bildung überhaupt nicht angesprochen. Der Inspekteur des Heeres spricht von Ethik in Erziehung und Ausbildung, meint aber nur das schlichte Training im Verbund schwerer Waffen. Innere Führung gibt es nicht.

Das Technokratentum in Uniform wird sogar in den Entwürfen der politischen Parteien hingenommen. Das Vorbild der Inneren Führung wird ausgeblendet. Auch der Landesvorsitzende des Wehr- und Sicherheitspolitischen Arbeitskreises der CSU nahm diese Position ein. Zunächst machte er noch ganze »Reformfelder« für Mobilität und Modernität der Bundeswehr nach 2000 aus, aber dann ließ er sich sogar bei dem Kapitel »gesellschaftspolitische Aspekte« hauptsächlich über öffentlich-rechtliche Zeitverträge aus und bemühte sich, die privilegierte militärspezifische Besoldungsordnung zu rechtfertigen3 – kein Wort zur Inneren Führung.

Das dritte Dokument zur »Sicherheit 2010« stellte die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vor. Immerhin wird ein knapper Abschnitt der Inneren Führung gewidmet. Sie wird darin ausschließlich hinsichtlich einer politischen Bildung betrachtet, die „optimal“ die „Sinnhaftigkeit“ des „erweiterten Auftrages“ vermitteln soll.4 Diese Begrenzung ist eine typische Verzerrung. Innere Führung wird für den Zweck funktionalisiert, Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt zu gewähren und Disziplinarprobleme zu lösen; ebenso eindimensional wird politische Bildung eingesetzt.

Die Innere Führung ist aus diesen drei Konzepten für die Zeit nach 2000 verdrängt worden. Die Normen, welche die Gegenwart oder die Zukunft des Militärs regulieren, werden nicht reflektiert. Dabei wäre es ganz einfach: Innere Führung bietet den Entwurf, die Normen des Grundgesetzes – modifiziert in einer dem Militär angemessenen Weise – für das Militär verbindlich zu machen, also die Bundeswehr demokratie- und sozialverträglich zu entwickeln. Das Konzept der Kongruenz von Militär und Staat sowie von Militär und Gesellschaft stammt aus dem Jahr 1950, als Wolf Graf von Baudissin diesen Wertewandel im Militär absichern wollte. Der Maßstab sollte den aus der Geschichte bekannten – Inkompatibilität von Militär- und Zivilbereich – ersetzen.5

Zurück in die Sechzigerjahre

Eine Ursache, die den Verlust an Relevanz der Inneren Führung in der Bundeswehr erklärt, ist in der politischen Wende des Jahres 1982 zu sehen. Sie hat die Bundeswehr umgepolt. Mit den Worten des Generals Pöppel, der Pluralismus habe bereits einen „einseitigen geistigen Einbruch“ im Offizierkorps erzielt,6 richtete die Prominenz des Militärs die Speerspitze gegen die Reformpolitik.7 Werte der kollektiven Einordnung gewannen in der »Erziehung zum Dienen«8 Priorität; „das traditionelle Werte- und Normenbewusstsein in der Truppe“ 9 wurde glorifiziert. Manfred Wörner brachte das Pendel in Schwung, um das Signal für die Gegenreform vordergründig gegen die Politik von Helmut Schmidt zu geben, tatsächlich wurde die Dominanz des Militärischen eingeklagt.

Die Lage der Bundeswehr wurde als Niedergang klassifiziert. Das Jahrzehnt der Reformen habe die Bundeswehr abgewirtschaftet, sie sei zu „einer Friedensarmee“ deformiert. Der „Wertepluralismus“ habe das Militär zerrüttet.10 Endlich sei das „Ende der Zivilisierung der Bundeswehr“ erreicht. Im Planungsstab des Ministeriums gelang es, die korporativen Saiten des alten Traditionalismus zum Klingen zu bringen. Die Parole „Man muß der Armee geben, was der Armee ist“ wurde rekultiviert. Ins Zentrum des Militärs rückte die „Kampfmotivation“, getragen von gesellschaftlicher „Wehrmotivation“. Der Beruf sui generis wurde gepriesen: „Maßstab ist nicht die Verträglichkeit mit dem zivilen Bereich oder eine Einordnung in die Gesellschaft.“11

Wörner baute einen ideologischen Wall um die Bundeswehr auf. Er wollte mit seinem Kampf gegen die Reformen Schmidts die Reichweite der Inneren Führung beschneiden. Folglich warf man das Steuer ganz herum, diffamierte Liberalismus und Pluralismus in der Bundeswehr. Die exponiertesten Verfechter des Traditionalismus, die Schmidt gefeuert hatte, wurden anerkannt: „eben jenes Selbstverständnis, das (…) in der Schnez-Studie unmißverständlich zum Ausdruck gekommen war.“12 Die Reaktivierung von Albert Schnez kann als die entscheidende Grenzüberschreitung angesehen werden, hatte er doch als Repräsentant der militärischen Führung im Jahr 1969 die Politik gedrängt, die Gesellschaft an Haupt und Gliedern für „die Kampfbereitschaft des Heeres entscheidend“13 zu reformieren. Diese alten Generale (Schnez, H. Grashey, W. Schall, H. Karst), die sich voll Stolz gerühmt hatten, Gesellschaft und Politik mit der Maske der Inneren Führung über ihre wahre Bedeutung in der Bundeswehr getäuscht zu haben, wurden dann als Kronzeugen der Gegenreform zur „Reaktivierung und -etablierung tradierter soldatischer Struktur-, Mentalitäts- und Verhaltensmuster im Militär“ herangezogen.14 Die „Schnez-Söhne“15 der Sui-generis-Ideologie plädierten wie ehedem ihre Ziehväter für das „Umdenken“ im Militär, sogar für das „Umdenken“ in „der Bevölkerung der westlichen Demokratien“ (Farwick) – so das Selbstzeugnis der Wende von 1982.

Diese Kampagne hat auf die Tradition der Bundeswehr nachhaltig eingewirkt. Die Brisanz lag in der Wehrmacht als Vorbild, die nicht mehr „pauschal“ verurteilt werden dürfe. Politisch sei nur von einem Missbrauch deutscher Soldaten zu sprechen. „Gerade darum verdienen Haltung und Leistung vieler Einzelner unseren Respekt.“16 Eine Gegenkultur tat sich auf. Die militärische Führung setzte eine eigene, bellizistische Sprache durch. Sie forderte als oberstes Ziel „hinreichende Kriegstüchtigkeit“; der Soldat solle „auch ohne sein Hauptgerät oder Waffensystem als Kämpfer“ taugen. Jene „Fertigkeiten“, so der für die Ausbildung im Heer zuständige General, müssten im Alltag geübt werden, damit „die Soldaten nichts mehr aus der Fassung bringt.“17 Das Zauberwort lautete „kriegsnahe Ausbildung“.18 Während in Europa die Gegensätze des Kalten Krieges zusammenbrachen, schallte mit einem Male die Parole der mentalen Aufrüstung: „Der Krieg ist der Ernstfall“. Hatte zuvor das Ziel der Verteidigung noch „kämpfen können“ geheißen, wurde nun die Devise verschärft: „kämpfen wollen!“19 Daher werde man „gut beraten sein, gelegentlich einen Blick in den reichen Erfahrungsschatz der Wehrmacht zu werfen“. Wie konnte dagegen nur „Widerstand“20 kommen! Hatten in der Wehrmacht doch „Deutsche, wie heute auch“ gedient. Mit solchen Worten vernebelte die Generalität den Krieg und wollte am Ende klarmachen, die vermeintliche Normalität der Bundeswehr schließe direkt an die Normalität der Wehrmacht an.21

Bedingt bildungsbereit

Die Reideologisierung der Achtzigerjahre hat weitreichende Folgen für die Bundeswehr gezeitigt: Seit dem traditionalistischen Militär freie Hand gewährt wurde, hat die Gegenreform tief in die Bildungspolitik eingeschnitten. Die Bundeswehr hindert das jedoch nicht, sich in einem geschönten Eigenbild zu präsentieren. Kritische Berichte von beteiligten Soldaten werden ebenso wie Analysen von außen negiert.22 In diesem Kontext versteht sich, dass in dem Planungspapier der CDU/CSU-Fraktion davon gesprochen wird, „unser hohes Ausbildungsniveau“ fort zu entwickeln.23

Das Versagen in der Bildungspolitik wird an mehreren Punkten deutlich. Ein erstes Beispiel: Die Auswahl der Generalstabsoffiziere. Die von der Bundeswehr selbst aufgestellten Leistungskriterien für die Karriere der Offizierselite kommen gar nicht mehr zur Geltung. Ergebnisse und Prüfungen von Lehrgängen oder Studium wurden nicht mehr adäquat berücksichtigt; dienstliche Beurteilungen verloren ihre Relevanz. Die Kriterien wurden auf den Kopf gestellt. Anpassung an erwünschte Haltungen sicherte die Karriere. Empirische Befunde bescheinigen , dass traditionalistische Wertepositionen zu einer mentalen Homogenisierung der Militärelite führen sollten. Die Personalpolitik verfolgte „eine anachronistische Fixierung auf den Kampftruppenoffizier als Idealbild“ des Offiziers – ein „Affront gegen die bundesrepublikanische Gesellschaft“.24

In einem zweiten Sektor der Inneren Führung finden sich massive Einschnitte. Die Bildungsreform der Sechzigerjahre hatte wichtige Impulse bei der sozialen Demokratisierung gegeben. Abitur und Hochschulstudium hatten Einzug in der Bundeswehr gehalten.25 Zivile Bildungsstandards fanden ihren Stellenwert für die militärische Professionalisierung. Doch die restaurative Politik setzte einen Gegentrend durch: Das Niveau wurde gesenkt. Bei der Übernahme zum Berufsoffizier hatten 1994 von 452 Offizieren nur 49 Prozent ein abgeschlossenes Studium, 1995 waren es von 425 Offizieren gerade noch 47 Prozent.26 Diese Zahlen beziehen sich auf den Status der Offiziere im Jahre ihres Vertragsabschlusses. Andere Daten der Führungsakademie, die alle Berufsoffiziere erfassen, verdeutlichen die drastischen Einbrüche (Grafik 1). Noch am Ende der Achtzigerjahre fand sich ein Anteil von mehr als zwei Dritteln studierter Offiziere. Nach 1991 sank diese Kurve stetig bis unter 50 Prozent ab. Im einzelnen unterscheiden sich Heer (60,5%), Marine (37 %) und Luftwaffe (30,6%),27 hier 1995. Aus dem anvisierten Regelfall des Studiums für alle Berufsoffiziere wurde nichts. Eine Zwei-Klassen-Armee ist entstanden. Trotz eigener Universitäten hat die Bundeswehr das Niveau ihrer Führungselite markant gesenkt.

Diesen Trend unterstützen einige qualitative Analysen über die Ausbildung an der Führungsakademie. Die zweijährige Ausbildung für die Generalstäbler verdeutlicht symptomatisch die Misere. Das Resultat klingt nicht nur, es ist nach dem Urteil eines Insiders besorgniserregend: Die Fähigkeit an „professionellen Fertigkeiten und politischer Bildung (…) reicht dafür nicht aus“,28 was der Beruf erfordere. Vor allem mangele es an politischer Urteilsfähigkeit. Es werde Gesinnung antrainiert und eine „einseitige Revitalisierung (…) des Kämpfens“ betrieben; ein „verengtes Berufsbild“ klammere die „politische Dimension des Staatsbürgers in Uniform“ aus. Der Mangel reicht weit:

Bildungspolitik hat als zentrales Steuerungselement im Militär versagt. Gravierende Defizite im Niveau als auch in der Qualität der Bildung haben die Innere Führung beschädigt. Die Bundeswehr ist, in Anlehnung an einen berühmten Titel: bedingt bildungsbereit.

Ab ins gesellschaftliche Abseits

Das mentale Eigenleben und die soziale Absonderung des Militärs von der Gesellschaft kann über die Rekrutierung der Offiziere erschlossen werden. Dabei spielt der Indikator der Zugehörigkeit zu einer Konfession eine ungeahnte milieuprägende Rolle; wäre er nicht traditionell seit über hundert Jahren fester Bestandteil der Selektion, könnte man diesen einen von mehreren Faktoren der Rekrutierung unterschätzen; doch er hat signifikante Bedeutung. Die protestantische Konfession nimmt eine dominante Leitfunktion für die „erwünschte Gesinnung“ der Offiziere ein. An diese alten Verhältnisse hatte die Bundeswehr anfänglich angeknüpft, sodass es nicht verwundert, wenn 1966 etwa 70 Prozent der Offiziere protestantisch waren.32 Die Reformen der Siebzigerjahre suchten in einer pluralistischen Öffnung den sozialen Ausgleich. Demzufolge überwog zeitweilig der Anteil der Katholiken unter den Leutnants; er betrug 1974 erstmals 50 Prozent, bei 41,1 Prozent Protestanten. Doch die Politik, diese Einseitigkeiten mittelfristig auszutarieren, fand schnell ein Ende. In den Neunzigerjahren ist erneut die strukturelle Dominanz der Protestanten mit etwa 45 Prozent restituiert worden, während der Anteil katholischer Offiziere um 33 Prozent pendelte. Trotz eines insgesamt abnehmenden Trends ist es lange gelungen, den Nachwuchs an konfessionell gebundenen Offizieren (etwa 80 Prozent) recht homogen – bei kaum 60 Prozent Anteil in der jüngeren Bevölkerung – zu halten. Die Bundeswehr hat überproportinal die Dominanz der Protestanten hergestellt. Korrespondiert dieses Bild mit der „landsmannschaftlichen Verwurzelung“, wie sie die CDU/CSU für die Bundeswehr einfordert?33

Das Fazit zur Lage der Inneren Führung ist deprimierend. Die Bundeswehr hat notwendige Bedingungen der zivilverträglichen Akzeptanz – pluralistische Offenheit und soziale Gleichheit, aber auch den Respekt vor den erworbenen Leistungen im Bildungssystem – eingedämmt und manches sogar beseitigt. In diesen Fällen wurden grundrechtliche Prinzipien beschädigt. Die Militärpolitik hat Erfolge der Militärreform aufgegeben. Die Aktivitäten am Ende der Neunzigerjahre – die Historisierung in der Bildung und »Leadership« – ließen die Trends der Reduktion der zivil-militärischen Beziehungen kulminieren; sie rekultivierten altes Traditionsgut aus den militärdominanten Fünfzigerjahren.

Ein Fazit zur Zukunft der Inneren Führung fällt schwer, da die großen Parteien mit »Modernität und Mobilität« die Realität des militärischen Eigenlebens verklären und schlicht für ein Technokratentum in Uniform plädieren. Die vorgestellten Ansätze lassen jedenfalls erkennen, dass sie die Kongruenz des Militärs zur Gesellschaft vernachlässigen. Was für die gegenwärtige Bundeswehr schon schädlich ist, kann für die Armee 2010 nur Bedenken erzeugen.

Anmerkungen

1) General für die Ausbildung und Erziehung im Heer, Weisung für das »Leadership-Training« der Kampftruppen in Übungszentren, Köln im August 1977, S. 2.

2) Helmut Willmann, Leadership. Der militärische Führer im Einsatz – Forderungen für Erziehung und Ausbildung, Bonn, 25. Juni 1998.

3) Hans Raidel, Reformfelder der Bundeswehr im Kontext europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Berlin, im November 1999, S, 8 f.

4) CDU/CSU Fraktion, Sicherheit 2010. »Die Zukunft der Bundeswehr«, Berlin 22. Febr. 2000, S. 34.

5) Wolf Graf von Baudissin, Dreißig Jahre Bundeswehr – Licht und Schatten, in: Franz H.U. Borkenhagen (Hg.), Bundeswehr Demokratie in oliv? Streitkräfte im Wandel, Berlin/Bonn 1986, S. 20. Vgl. Detlef Bald, Wolf Graf von Baudissin – Die Zivilisierung des Militärs, in: Claudia Fröhlich u.a. (Hg.), Engagierte Demokraten. Vergangenheitspolitik in kritischer Absicht, Münster 1999, S. 84 ff. und Hilmar Linnenkamp, Dieter S. Lutz (Hg.), Innere Führung, Baden-Baden 1995, S. 19 ff.

6) Vgl. Bernd C. Hesslein (Hg.), Die unbewältigte Vergangenheit der Bundeswehr. Fünf Offiziere zur Krise der Inneren Führung, Reinbek 1977; Martin Kutz, Reform und Restauration der Offizierausbildung der Bundeswehr, Baden-Baden 1982, S. 138 ff.

7) Der Generalinspekteur: Weisung für Ausbildung, Erziehung und Bildung in den Streitkräften im Jahr 1980, Bonn, August 1979; vgl. zum Überblick »Bundeswehr nach der Wende«, Heft 1/1985 der Vierteljahresschrift für Sicherheit und Frieden.

8) Erlass: Erziehung zum Dienen. Verbesserung der Vorausssetzungen zum soldatischen Dienen. FÜS I 6, Oberst i.G. Zimmer, in: Dieter S. Lutz (Hg.): Weder Wehrkunde noch Friedenserziehung? Der Streit in der KMK 1980/83, Baden-Baden 1984.

9) D. Stockfisch, Das Ethos des Soldaten heute, in: Truppenpraxis, 5/1983, S. 329.

10) Dieter Farwick, Die Innenansicht der Bundeswehr oder Palmströn ist unter uns, in: Criticon 69/1982, S. 19 ff.

11) Klaus Hammel, Sinnfragen des Soldatenberufs, in: Vierteljahresschrift für Sicherheit und Frieden, 1/1985, S. 14 f.

12) Gerhard Hubatschek, Wertewandel in der Bundeswehr, in: Die Welt, 11. November 1982, S. 7.

13) Die Schnez-Studie, Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung im Heer, abgedruckt in Klaus Hessler, Miltär – Gehorsam – Meinung, Berlin/New York 1971.

14) Wolfgang R. Vogt (Hg.), Militär als Gegenkultur? Opladen 1986, Einleitung, S. 11 ff.

15) Kurt Kister, Innere Führung ohne Überzeugung, in: Borkenhagen (1986), S. 162 f.

16) (General) Adalbert von der Recke, Last und Chance unserer Geschichte, in: Evangelisches Kirchenamt der Bundeswehr (Hg.), De officio. Zu den ethischen Herausforderungen des Offizierberufes, Hannover 1985, S. 249 f.

17) General Carstens auf der Kommandeurtagung des Heeres, Frühjahr 1985

18) Vgl. »Kriegsbild und Soldatenberuf«, Vierteljahresschrift für Sicherheit und Frieden, Jg. 5, 2/1987.

19) (General) Andreas Broicher, »Nebenkriegsschauplatz« – Vom Nutzen der Kriegsgeschichte für die Aus- und Weiterbildung des Offiziers, in: Truppenpraxis, 1991, S. 296.

20) (General) Jürgen Reichardt, Der Maßstab bleibt das Gefecht. Traditionen und der Wandel soldatischer Aufgaben, in: FAZ, 21. Oktober 1999, S. 14.

21) Vgl. Wolfram Wette, Bilder der Wehrmacht in der Bundeswehr, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 23, 2/1998, S. 186 ff.; Detlef Bald, Neotraditionalismus und Extremismus – eine Gefährdung für die Bundeswehr, in: Reinhard Mutz u.a. (Hg.), Friedensgutachten 1998, Münster 1998, S. 277 ff.

22) Vgl. die Beiträge zur Reform der Führungsakademie von Hilmar Linnenkamp und Detlef Bald, in: Vierteljahresschrift für Sicherheit und Frieden, Jg. 15, 1997, S. 130 ff., S. 166 ff.; ebenso Martin Kutz und Jörg Keller, ebenda, Jg. 17, 1999, S. 70 ff., S. 77 ff.

23) CDU/CSU-Fraktion (2000), S. 34.

24) Martin Kutz, Realitätsflucht und Aggression im deutschen Militär, Baden-Baden 1990, S. 137 f.

25) Vgl. Detlef Bald, Der deutsche Offizier. Sozial- und Bildungsgeschichte des deutschen Offizierkorps im 20. Jahrhundert, München 1982, S. 129 ff.

26) Personalinformation, Zentrale und Grundsatzangelegenheiten der militärischen Personalführung, April 1999, Anlage 1a, vgl. auch S. 5.

27) Aufstellungen der Führungsakademie Hamburg, G 3 Pl Ausb/Lehre, (zuletzt) 12. Juli 1999. Die Angaben zu 1999: nur die erste Hälfte des Jahres. Die zugänglichen Daten variieren, beispielsweise Kutz (1990), S. 106; Rudolf Hamann, Bernd Molter, Staatsbürger in Uniform auf dem Prüfstand. Von der Notwendigkeit einer Ausbildungsreform für Stabsoffiziere der Bundeswehr, Hamburg 1999, S. 9 (WIFIS-AKTUELL Nr. 13); für die älteren Daten vgl. Bald (Anm. 26), S. 133.

28) Hilmar Linnenkamp, Neue Aufgaben der Bundeswehr – alte Ausbildung?, in: Vierteljahresschrift für Sicherheit und Frieden, Jg. 15, 3/1997, S. 166; Detlef Bald, Eine überfällige Bildungsreform, in: ebenda, S. 142 ff.; Martin Kutz, Überlegungen zu einer Reform der Führungsakademie der Bundeswehr, in: ebenda, Jg. 17, 2/1999, S. 70 ff.

29) Hamann, Molter (Anm. 36), S. 34.

30) Oberstleutnant Frhr. v. Rosen, Zum Berufsbild des angehenden Generalstabsoffiziers als Erzieher und Ausbilder im Ausbildungssystem Streitkräfte, in: Beiträge zu Lehre und Forschung, Fachbereich SOW, Hamburg 3/1997, S. 22.

31) Hamann, Molter (Anm. 36), S. 10.

32) Die im Text folgenden älteren Angaben bei Bald (Anm. 34), S. 77, die Daten der Neunzigerjahre von: Zentrale Informationsstelle PERFIS, Bonn 9. Febr. 2000.

33) CDU/CSU-Fraktion (2000), S. 32 f.

Dr. Detlef Bald war bis 1996 Wissenschaftlicher Direktor am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr. Er arbeitet jetzt als freier Publizist.

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