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2015-4
Deutsche Verantwortung – Zäsur oder Kontinuität?

der führenden Wissenschaftszeitschrift
für Friedensforschung, Friedensbewegung und Friedenspolitik

Aktueller Beitrag

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Schutz und Chancen?

Fluchtperspektiven in Nord und Süd

Diskussionsveranstaltung
des BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn)
und der Zeitschrift Wissenschaft und Frieden (W&F)
Freitag, 29. Januar 2016

Kriege und Gewalt im Mittleren Osten und in Subsahara-Afrika sind eine wesentliche Ursache für die großen Fluchtbewegungen der Gegenwart. Hunderttausende Menschen bewegen sich auf der Suche nach Schutz und Sicherheit innerhalb (Binnenmigration) oder zwischen den Staaten, beispielsweise zwischen Südsudan und Äthiopien oder zwischen Syrien und seinen Nachbarstaaten. Ein Teil der Betroffenen sucht Hilfe und neue Perspektiven in weiter entlegenen Regionen:
Europa bleibt ein großer Anziehungspunkt.

  • Welche unterschiedlichen Erwartungen werden im Globalen Süden beziehungsweise in Europa mit Flucht, Migration, Rückkehr und Integration verbunden?
  • Wie können die Erfahrungen von Flüchtlingen in ihrem neuen gesellschaftlichen Umfeld, etwa auch nach einer freiwilligen Rückkehr, als Chance verstanden werden?

Auf der Veranstaltung wollen wir einige dieser Nord- und Südperspektiven diskutieren.

Impulsvorträge:

  • Dr. Heidrun Bohnet, BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn):
    Zur Perspektive des Südens (Untersuchungen des Forschungsprojekts »Protected statt protracted – Flüchtlinge und Frieden stärken«)
  • Dr. J. Olaf Kleist, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück:
    Chancen der Einwanderung aus deutscher/europäischer Sicht

Moderation:

Dr. Corinna Hauswedell, Vorsitzende der Informationsstelle Wissenschaft und Frieden

Freitag, 29. Januar 2016, 18:30-20:30 Uhr

BICC, Pfarrer-Byns-Straße 1, 53121 Bonn

Kontakt/Anmeldung: Susanne Heinke,
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit BICC,
Tel. (0228) 911 96 44, pr@bicc.de

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2015-4 Deutsche Verantwortung – Zäsur oder Kontinuität?

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 hielten drei deutsche PolitikerInnen programmatisch anmutenden Reden, in denen sie das veränderte Gewicht Deutschlands in Europa und der Welt beschworen und daraus ein »Mehr an Verantwortung« ableiteten. Was aber heißt »mehr Verantwortung« konkret, und ist in der deutschen Außenpolitik eher eine Zäsur oder doch Kontinuität zu erkennen? Antworten sucht W&F 4-2015 unter exemplarischen Gesichtspunkten.

Weitere Artikel im Heft fordern eine kritische Bestandsaufnahme in Afghanistan, untersuchen die Rolle von OSZE und Open Skies bei der Rüstungskontrolle in der Ukraine, beleuchten den Umgang der Evangelischen Kirche in Deutschland mit der Friedensfrage und analysieren die Rolle von Gewaltfreiheit bei Aktionskonsensen jüngerer Großaktionen.

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Dossier 80

Feindbilder und Konflikteskalation

 Feindbilder und Konflikteskalation

Bis zum Frühjahr 2011 galt der syrische Präsident Bashar al-Assad in seinem eigenen Land ebenso wie international als Hoffnungsträger für einen Aufbruch im Land. Inzwischen haben sich die vorherrschende Syrienberichterstattung und damit die öffentliche Wahrnehmung ganz auf die Dämonisierung seiner Person zugespitzt; er gilt nun als »Schlächter von Damaskus«, und viele glauben, der Syrienkonflikt wäre schon fast gelöst, würde Assad rasch das Schicksal von Saddam Hussein und Muammar Ghaddafi teilen. W&F Dossier 80, »Feindbilder und Konflikteskalation«, untersucht die Produktion und Funktion solcher Feindbilder und welche konflikteskalierenden Folgen diese mit sich bringen unter friedenspsychologischen und medienanalytischen Aspekten sowie anhand der Beispiele Bashar al-Assad und »Islamischer Staat«.

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Gastkommentar

zum Artikel Türkei-Wahlen am Rande des Abgrunds

Errol Babacan
Gastkommentar

In der Türkei wurde am 1. November 2015 zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres ein neues Parlament gewählt. Für die AKP hat sich die Neuwahl ausgezahlt, sie hat ihre bei den Wahlen im Juni verlorene absolute Mehrheit wiedergewonnen. Inmitten des Zerfalls der geopolitischen Ordnung im Nahen Osten trübt das Wahlergebnis die ohnehin düsteren Aussichten auf eine Befriedung des Bürgerkriegs und auf Entspannung der politischen Verhältnisse in der Türkei noch stärker ein.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Das »Weißbuch 2016«

Kontinuität oder Kurswechsel?

Sabine Jaberg

Das »Weißbuch 2016« kommt. So lautet zumindest der Wille der Bundesregierung. Aber was soll es, was wird es bringen – Kontinuität oder Kurswechsel? Die Antwort erfordert erstens, den Trend der letzten Jahre zu rekonstruieren. Zweitens heißt es, nach möglichen Argumenten für einen Kurswechsel zu suchen. Drittens müssen Alternativen zur Kontinuität ausbuchstabiert werden. Viertens gilt es, im aktuellen Diskurs nach Indizien zu fahnden, die Auskunft über das neue Weißbuch versprechen.

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zum Artikel Agenda Rüstung

Stärkung der Waffenindustrie und staatliche Machtpolitik

Jürgen Wagner

Anfang Oktober 2014 wurde das von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Auftrag gegebene Gutachten über die Bundeswehr-Beschaffungsprojekte veröffentlicht. Nahezu zeitgleich ging Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit einer rüstungspolitischen Grundsatzrede an die Öffentlichkeit. Aus von der Leyens Haus folgte im Juni 2015 das »Dialogpapier« zwischen dem Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) und der Rüstungslobby, und wenige Tage später wurde das »Strategiepapier der Bundesregierung zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland« nachgeschoben, das die wesentlichen Kernelemente aus der Rede des Wirtschaftsministers übernimmt. Zusammen bilden diese Initiativen das Gerüst der sich abzeichnenden »Agenda Rüstung« der Bundesregierung, die im Folgenden näher beschrieben wird.

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zum Artikel Zivile Aggression

Die Ukraine, die deutsche Außenpolitik und die Friedensbewegung

Velten Schäfer

Die deutsche Ukrainepolitik seit 2011 lässt sich in drei Phasen einteilen: die Förderung der Opposition bis zur Legitimierung der Platzbesetzer in der heißen Phase des Umsturzes, dann eine kurze Phase des diplomatischen Versagens, in der die Bundesregierung nichts für einen friedlichen Übergang von der alten zur neuen Regierung tat, und schließlich eine dritte Phase, die bis heute anhält, in der die Bundesregierung versucht, die allzu zerstörerischen Dynamiken des von ihr selbst angefachten Konflikts zu bremsen. Die Friedensbewegung muss sich damit auseinandersetzen, dass zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit, zum Instrument aggressiven außenpolitischen Handelns uminterpretiert, zu einer gewalttätigen Eskalation von Konflikten beitragen kann.

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Redaktion und Vorstand von W&F bedanken sich bei der Deutschen Stiftung Friedensforschung,
deren Förderung 2007 diese Internetpräsentation von Wissenschaft & Frieden ermöglicht hat

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Unser Dank gilt der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die 2009 die Überarbeitung dieser Internetseiten förderte