Willkommen bei Wissenschaft & Frieden

2014-1
Konfliktdynamik im »Globalen Norden«

der führenden Wissenschaftszeitschrift
für Friedensforschung, Friedensbewegung und Friedenspolitik

Aktueller Beitrag

öffnen Putin in die Stirn schießen

Jürgen Nieth

Gewaltfantasien einer Präsidentschaftskandidatin
In einem Telefongespräch mit dem Rada-Abgeordneten Nestor Schufritsch hat die Chefin der ukrainischen Vaterlandspartei und wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin, Julia Timoschenko1, ihren Gewaltfantasien freien Lauf gelassen. Schufritsch gehört zwar zur Partei der Regionen des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch, ist aber mit Timoschenko sehr gut bekannt und wie das Gespräch zeigt, stimmen sie auch politisch weitgtehend überein. Das Gespräch wurde zuerst auf YouTube und dann im russischen Fernsehen veröffentlicht. Mittlerweile kursieren eine Reihe Mitschnitte im Internet. Es wurde wahrscheinlich am späten Abend des 18. März geführt und wird inhaltlich – bis auf einen Satz – von Timoschenko bestätigt.
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2014-1 Konfliktdynamik im »Globalen Norden«

W&F interessiert sich im Schwerpunkt dieser Ausgabe für Konflikte mit gesellschaftlicher Relevanz, die bei uns im »Globalen Norden« ablaufen, für ihre Dynamik und ihre Akteure – auch wenn wir das Thema aufgrund der Vielzahl von Konflikten notgedrungen nur punktuell abdecken können.

Außerhalb des Schwerpunkts informieren wir über das jüngste Abkommen der EU mit der Türkei zur Flüchtlingsabwehr, Chemiewaffen seit dem Ersten Weltkrieg, die Bonner Ausstellung »1914 – Die Avantgarden im Kampf« und die Pläne zum Verkauf der Urananreicherungsanlage Gronau. Wie immer runden Tagungsberichte, Rezensionen und weitere Informationen das Heft ab.

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Dossier 74

Information Warfare und Informationsgesellschaft

Zivile und sicherheitspolitische Kosten des Informationskriegs

 Information Warfare und Informationsgesellschaft

W&F-Dossier 74 befasst sich mit »Information Warfare und Informationsgesellschaft. Zivile und sicherheitspolitische Kosten des Informationskriegs«. Ingo Ruhmann und Ute Bernhardt zeichnen nach, in welchen Etappen die Überwachung der elektronischen Kommunikation verlief. Sie beginnen mit dem Jahr 1939, als sich die Briten daran machten, die verschlüsselten Nachrichten ihrer Kriegsgegner abzufangen und zu entschlüsseln (und mit dem Knacken des ENIGMA-Codes der deutschen Wehrmacht einen ersten Durchbruch verzeichneten), und schreiben die Geschichte über den Kalten Krieg und die Zeit nach 9/11 bis zum aktuellen NSA-Skandal fort. Sie beleuchten auch, welche internationalen und zivilgesellschaftlichen Lösungsansätze denkbar sind, um die Cyberkrieger in ihre Schranken zu verweisen, und welche Rolle der Zivilgesellschaft dabei zukommen kann.

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Gastkommentar

zum Artikel In Furcht vor dem Allerschlimmsten

Thomas Seibert
Gastkommentar

Bei meinem letzten Besuch in Kabul, Mitte vergangenen Jahres, hörte ich überall fast wortgleich denselben Satz: „Niemand weiß, was im nächsten Jahr geschehen wird. Ich weiß nicht, wo ich dann sein werde.“ Einige meiner Gesprächspartner haben diese Ungewissheit zwischenzeitlich hinter sich gelassen. Sie nutzen ein US-Stipendium für Kulturschaffende, haben ein Auslandsstudium begonnen, folgten einer Einladung von Freunden. Bis zum Abzug der »Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe« (ISAF) aus Afghanistan werden ihnen andere nachreisen. Zur zermürbenden Ungewissheit gehört, dass nicht einmal sicher ist, ob die Truppen, deren Anwesenheit von immer weniger Menschen gewollt wird, überhaupt gehen werden. Die USA wollen mindestens bis 2024 bleiben, mit bis zu 15.000 eigenen Soldatinnen und Soldaten und mehreren Tausend anderer Länder. Der scheidende Präsident Karzai hat seine Zustimmung dazu noch nicht gegeben: Er verhandelt weiter den Geschäftsanteil der afghanischen Gewaltoligarchie. Die wiederum steht, da gibt es jetzt kein Vertun mehr, der Demokratie, den Menschenrechten und der Frauenbefreiung nur wenig ferner als die Taliban.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Zur Entwicklung des Gegenübers

Sozialpsychologische Ursachen von Intergruppenkonflikten

Ulrich Wagner & Christoph Butenschön

In den großen Konflikten der letzten Jahrzehnte – von den Balkankriegen über Libyen, Ägypten bis zu Syrien – wurden und werden nationale, ethnische und/oder religiöse Zugehörigkeiten thematisiert und benutzt, um die eigenen Reihen zu schließen und sie gegen Einflüsse des Gegenübers abzuschotten. Die Autoren gehen aus sozialpsychologischer Sicht der Frage nach, welche psychologischen Mechanismen bei der Austragung solcher Intergruppenkonflikte als Erklärung herangezogen werden können.

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zum Artikel Griechenland: Krise und Streik

Mario Becksteiner

Seit 2008 ist Griechenland ein gesellschaftliches Laboratorium für die Herausbildung von Protesten unter den Bedingungen eines krisenhaften Neoliberalismus. Zugleich ist das Land auch Versuchsanstalt eines zunehmend autoritärer agierenden Regimes neoliberaler Krisenpolitik, wie im folgenden Artikel beschrieben wird.

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zum Artikel Burden-Sharing

Wie und weshalb die EU die türkische Flüchtlingspolitik unterstützt

Michelle Kerndl-Özcan

Die Europäische Union hat ihre Unterstützung der türkischen Flüchtlingspolitik und des Aufbaus eines funktionierenden Asylsystems in der Türkei im letzten Jahrzehnt sukzessive erweitert. Dabei leistet sie insbesondere finanzielle und technische Hilfe, während sie sich kaum an UNHCR-Umsiedlungsprogrammen aus der Türkei beteiligt. Dieser Beitrag hinterfragt die Motivationen dieses Engagements und setzt das geleistete Burden-Sharing in Zusammenhang mit den breiteren Zielen der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik.

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Redaktion und Vorstand von W&F bedanken sich bei der Deutschen Stiftung Friedensforschung,
deren Förderung 2007 diese Internetpräsentation von Wissenschaft & Frieden ermöglicht hat

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Unser Dank gilt der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die 2009 die Überarbeitung dieser Internetseiten förderte