Willkommen bei Wissenschaft & Frieden

2015-3
Friedensverhandlungen

der führenden Wissenschaftszeitschrift
für Friedensforschung, Friedensbewegung und Friedenspolitik

Aktueller Beitrag

öffnen Flucht und ihre Ursachen

Johannes Becker und Ulrike Krause

2014 waren fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht und 2015 wird diese Zahl wohl weiterhin steigen, wobei die meisten Menschen vor gewaltsamen Konflikten und Verfolgung flohen und fliehen. Obwohl das politische Ziel der Fluchtursachenbekämpfung von der deutschen Regierung immer wieder betont wird, bleiben eben diese Parallelen zwischen Konflikt und Flucht vernachlässigt. Seit Jahren. Mit fatalen Folgen.
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2015-3 Friedensverhandlungen

Kriege und Konflikte wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger durch Friedensverhandlungen anstatt dem militärischen Sieg einer Seite beendet. W&F 3-2015 untersucht diverse Aspekte von Friedensverhandlungen – den generellen Trend, Voraussetzungen und Akteure –, die Tauglichkeit der OSZE als Schlichterin sowie einige konkrete Fälle in Kolumbien, Mindanao, DR Kongo und Afghanistan.

Weitere Artikel im Heft befassen sich mit der Rüstungsproduktion im Ruhrgebiet während des Ersten Weltkrieges, mit der Beteiligung Deutschlands am Drohnenkrieg, mit der Militärpolitik Österreichs und mit der Frage nach der richtigen Terminologie für gewaltfreies Handeln.

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Dossier 79

Kriegführung im Cyberspace

 Kriegführung im Cyberspace

Dossier 79, »Kriegführung im Cyberspace«, gibt W&F gemeinsam mit dem Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF) heraus. Während die Medien aufmerksam die ungebremste Ausspähung in den digitalen Netzen verfolgten, wurde der virtuelle Raum weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit zu einem Operationsraum der Militärs. Militärische Szenarien beziehen Cyberoperationen als entscheidende Elemente der Kriegführung ein– für Spionageaktionen bis hin zum Einsatz von Cyberwaffen. Ihre beabsichtigte Wirkung reicht von Destabilisierung über Sabotage bis zu Eingriffen in digitale Infrastrukturen mit weitreichenden Folgen für die Zivilbevölkerung. In ihrer Unfassbarkeit und Unkontrollierbarkeit stellen die Cyberaktivitäten der Geheimdienste und Militärs eine verschwiegene, aber höchst reale Gefahr für den Frieden dar. Das FIfF setzt diesem Trend das Konzept des Cyberpeace entgegen.

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Gastkommentar

zum Artikel Das Iran-Abkommen – ein Grund zur Freude

Jan Oberg
Gastkommentar

Am 14. Juli, dem französischen Revolutionstag, fand 2015 eine weitere Revolution statt: Die fünf ständigen UN-Sicherheitsratmitglieder plus Deutschland (P5+1) einigten sich mit Iran auf den »Joint Comprehensive Plan of Action«. Statt mit einem weiteren kontraproduktiven Krieg des Westens gegen ein nahöstliches Land lösten sie den langjährigen Streit durch Verhandlungen. Das Abkommen ist ein Sieg der Gewaltlosigkeit und Intelligenz über Gewalt und menschliche Dummheit. In den vergangenen Wochen gelang dem iranischen Außenminister Zarif und seinem Team das scheinbar Unmögliche: eine Verhandlungslösung in einem hochgradig asymmetrischen Konflikt.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Friedensverhandlungen

Ein hoffnungsvoller Trend

Manuela Nilsson

Friedensverhandlungen, also Dialoge zwischen Akteuren als Alternative zur fortgesetzten gewaltsamen Lösung ihrer Probleme miteinander, kommen als Konfliktlösungsmechanismus immer häufiger zum Einsatz. Im 19. und noch bis ins späte 20. Jahrhundert endeten bewaffnete Auseinandersetzungen überwiegend mit dem Sieg einer Seite, nur 15-20% durch Friedensverhandlungen. Seit dem Ende des Kalten Krieges wurden aber schon mehr als 50% aller Bürgerkriege, die häufigste Form gewaltsamer Konflikte, am Verhandlungstisch beendet (Bell 2006), und Zweidrittel dieser Verhandlungen führten auch wirklich zum Frieden (Joshi und Quinn 2015). Die Forschung und vor allem Praxis der Friedensverhandlungen haben aber noch einen langen Weg vor sich, denn bisher bringen Friedensverhandlungen im Vergleich immer noch einen weniger haltbaren Frieden als militärische Siege (DeRouen et al. 2010). Der längerfristige Trend berechtigt aber zur Hoffnung, dass Verhandlungen in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden.

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zum Artikel Verhandeln nicht immer eine Option

Jochen Hippler

Verhandeln geht nur, wenn mit dem Kriegsgegner ein Gespräch möglich ist. Immer wieder gibt es aber Konstellationen, wo dies nicht aussichtsreich ist. Für Friedensverhandlungen gibt es darüberhinaus einige weitere Voraussetzungen, die ebenfalls nicht immer gegeben sind. Der Autor erläutert, wann aus seiner Sicht Friedensverhandlungen überhaupt eine Option sind und wann sie nicht zweckdienlich scheinen. Er belegt seine Einschätzung am Beispiel der Taliban bzw. des Islamischen Staates.

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zum Artikel D wie Drohnenland?

Zur Verwicklung Deutschlands in das globale Drohnenkriegssystem

Albert Fuchs

In manifester Weise ist Deutschland längst mehrfach und in unterschiedlicher Intensität in das Drohnenkriegssystem verwickelt. Angelegt ist diese Verwicklung bereits in der Verwendung von Drohnen zur militärischen Aufklärung. Unübersehbar kommt sie in der aktuellen, weitgehend intransparenten Politik der Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr zum Ausdruck. Die mehr oder weniger direkte Beteiligung Deutschlands am US-Drohnenkrieg bildet jedoch den harten Kern.

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Redaktion und Vorstand von W&F bedanken sich bei der Deutschen Stiftung Friedensforschung,
deren Förderung 2007 diese Internetpräsentation von Wissenschaft & Frieden ermöglicht hat

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Unser Dank gilt der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die 2009 die Überarbeitung dieser Internetseiten förderte